23. Juli 2010 09:15

Sommererkältung 

Nicht gleich zu Antibiotika greifen

So erkennen Sie den Unterschied zwischen Erkältung und Sommergrippe.

Nicht gleich zu Antibiotika greifen
© Getty

Auch in der warmen Jahreszeit kommt es nicht selten zu Erkältungen, zum Beispiel durch den Wechsel von heißen Außentemperaturen in Räume mit zu kalt eingestellter Klimaanlage. "Wenn man an einem grippalen Infekt erkrankt, sollte man genau prüfen, ob der Einsatz von Antibiotika sinnvoll ist", empfiehlt Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten (BDI). "Antibiotika helfen nur bei Entzündungen, die durch Bakterien oder Pilze hervorgerufen wurden. Gegen Virusinfektionen sind sie machtlos."

Sommergrippe: So werden Sie jetzt nicht krank

Bronchitis und Co.
Entzündungen der Bronchien (Bronchitis) werden meist durch Viren verursacht. Auch bei grippalen Infekten oder gar einer Infektion mit Grippeviren bleiben Antibiotika wirkungslos. Gegen eine virale Infektion der Atemwege helfen nur spezielle Medikamente - sogenannte Virustatika - oder eine vorbeugende Impfung. "Werden in solchen Fällen trotzdem Antibiotika eingesetzt, kann dies mehr schaden als nutzen", erklärt Wesiack.

Erkältung oder Grippe?
Typisch für eine virale Infektion der Atemwege ist, wenn durchsichtiges oder weißes Sekret ausgehustet wird. Grünliches oder gelbliches Sekret stammt dagegen meist von einer Infektion mit Bakterien. Auch schnell ansteigendes, hohes Fieber deutet auf eine Virusinfektion hin. Bei bakteriellen Infektionen steigt das Fieber eher langsam.


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