26. März 2010 10:03

Uhr wird vorgestellt 

Sommerzeit-Umstellung beschert "Jetlag"

In der Nacht auf Sonntag werden die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt.

Sommerzeit-Umstellung beschert "Jetlag"
© apa

In der Nacht auf kommenden Sonntag werden die Uhren wieder um eine Stunde vorgestellt, erinnert der ARBÖ. Für die Gesundheit bedeutet dies leider Stress. Denn die eine Stunde beschert "Jetlag"-ähnliche Symptome.

"Innere Uhr" gestört
"Die Sommerzeit ist ein Eingriff in das biologisches Zeitsystem des Menschen", bringt ARBÖ-Verkehrsmediziner Medizinalrat Prof. Prim. Dr. Josef Nagler die Zeitumstellung auf den Punkt. Neuesten Untersuchungen nach, wirkt sich diese nicht nur kurzfristig negativ auf die Gesundheit aus, sondern sie stört die "innere Uhr" des Menschen bis zur Rückkehr auf die Winterzeit. Nagler: "Am häufigsten quält man sich mit Müdigkeit und Schlafstörungen. Die daraus resultieren Konzentrationsschwäche und Gereiztheit kann in Straßenverkehr zu Problemen führen, die oft in einem Unfall enden." Der ARBÖ hat die Unfallzahlen der Statistik Austria der vergangenen 15 Jahre analysiert: In sechs der 15 Jahre gab es am Tag der Umstellung sowie am darauf folgenden Montag mehr Unfälle, als an einem durchschnittlichen Sonn- oder Montag des jeweiligen Monats. Vor allem jedoch am dritten Tag nach der Umstellung, Dienstag, passieren mehr Unfälle als an einem durchschnittlichen Dienstag des jeweiligen Monats. Dies war in acht der 15 Jahre der Fall. Besonders auffällig ist dieser Trend seit 2007.

Gut gewappnet für die Zeitumstellung - Duftöle beleben
Um sich für die Zeitumstellung gut zu wappnen, sollte man schon ein paar Tage davor etwas früher zu Bett gehen. "Um den Körper schön langsam vorzubereiten, die Mahlzeiten etwas früher einnehmen. An den ersten Tagen nach der Umstellung abends leichte Speisen essen", rät der ARBÖ-Verkehrsmediziner.

Wechselduschen und Dehnübungen
Kreislauf in der Früh schonend auf Trab bringen, zum Beispiel mit ein paar Streck- und Dehnübungen. Wechseldusche fördert die Durchblutung und weckt die Lebensgeister. Nagler: "Zum Frühstück bringt ein Müsli mit frischem Obst die beste Energie. Während des Tages auf alle Fälle mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen." Wer möchte, kann die belebende Wirkung von Duftölen ausprobieren: Ein paar Tropfen Bergamotte-, Geranium- oder Zitronenöl auf ein Taschentuch träufeln und dieses auf die Ablage im Auto legen.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
1 Posting
wombat meint am 27.03.2011 18:22:39 ANTWORTEN >
Zur Sommerzeit
Obwohl Studien vielfach gezeigt habe, dass mit der Sommerzeit keine Stromersparnis zu erzielen ist, obwohl Mediziner davor warnen, dass unsere innere Uhr durcheinanderkommt, obwohl immer wieder von den Kosten dieser Umstellung geredet wird, wird uns dieser Schwachsinn jedes Jahr auf´s Neue aufoktroiert.
Dabei vergessen jene, die sich sooo auf den früheren Feierabend freuen, dass Bäder, Kneipen Kinos etc. auch um eine Stunde früher schließen. Der tag hat nun einmal nur 24 Stunden und Mittag (12 Uhr) ist es, wenn die Sonne im Zenith steht.
Freuen wir uns deshalb, daß die Tage länger werden und schaffen wir diese blöde, zweimal jährlich stattfindende Umstellung endlich ab.
Seiten: 1