05. August 2010 09:10

Gefährlich! 

Sorglosigkeit bei gefälschten Pillen

Österreicher unterschätzen Gefahr von illegalen und gefälschten Medikamenten.

Sorglosigkeit bei gefälschten Pillen
© sxc

Die Österreicher unterschätzen die Gefahr von gefälschten oder illegalen Medikamenten. Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstitut Market im Auftrag des Pharmaunternehmens Pfizer Österreich zeigt deutliche Informationsdefizite beim Thema Arzneimittelfälschungen. So können etwa zwei Drittel der Befragten mit dem Thema gar nichts anfangen oder haben sich darüber noch keine Gedanken gemacht.

Sorglosigkeit
Insgesamt konnten 67 Prozent der 1.000 Befragten spontan keine Antwort geben, entweder weil sie es nicht wissen (23 Prozent) oder weil sie sich bisher überhaupt noch keine Gedanken gemacht haben (44 Prozent). Nur rund 23 Prozent jener, die spontan eine Antwort geben können, wissen, dass gefälschte Arzneimittel andere Inhalts- und Wirkstoffe wie das Original - oder wie auf der Verpackung angegeben, enthalten, aber als Original verkauft werden. Rund sieben Prozent der im Mai Befragten glauben sogar, gefälschte Arzneimittel und Generika sind dasselbe - ein Indiz dafür, dass auch in dieser Hinsicht wenig Bewusstsein und Wissen in der österreichischen Bevölkerung vorhanden ist.

Billiger und bequemer
Dass die Problematik bezüglich Arzneimittelfälschungen auch in Österreich zunehmend an Bedeutung gewinnt, und es dringend notwendig ist Aufklärungsarbeit zu betreiben, deutete bereits eine andere Umfrage an, die Ende 2009 von Pfizer International (EU und österreichweit) durchgeführt wurde. Rund 25 Prozent der Österreicher gaben hier an, schon einmal ein verschreibungspflichtiges Medikament ohne Rezept gekauft zu haben bzw. würden es bei Bedarf tun. Angeführte Gründe, warum Konsumenten rezeptpflichtige Medikamente via Internet bestellen, sind laut Studie: Weil es bequemer ist, weil man sich den Arztbesuch spart oder weil es billiger ist.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare