24. September 2008 09:42

Schockierend 

Jugendliche wissen wenig über Verhütung

Jeder fünfte Jugendliche weiß wenig über Verhütung und zwölf Prozent verwenden beim ersten Sex kein Verhütungsmittel.

Jugendliche wissen wenig über Verhütung
© sxc

Jeder fünfte Jugendliche in Österreich weiß schlecht über Verhütung Bescheid und zwölf Prozent verwenden beim ersten Sex kein Verhütungsmittel. Das hat eine vom Ambulatorium für Sexualmedizin und Schwangerenhilfe "pro:woman" am Wiener Fleischmarkt durchgeführte Umfrage unter 1.300 Jugendlichen im Zeitraum von Jänner 2007 bis August 2008 ergeben.

"No Risk - no fun"
Zu den häufigsten Antworten auf die Frage warum nicht verhütet wurde, zählten Aussagen wie "no risk-no fun", "ich war zu betrunken" oder "es wird schon nichts passieren". "Leider hält sich auch Irrwissen wie z. B., dass Kopfweh oder das nachträgliche Einführen eines Tampons eine ungewollte Schwangerschaft verhindern könne, hartnäckig", sagte Elke Graf, Geschäftsleiterin des "pro:woman" Ambulatoriums.

Weltverhütungstag
Zurückzuführen sei das mangelnde Bewusstsein über Folgen von ungeschütztem Geschlechtsverkehr auf Defizite bei der Aufklärungsarbeit. Anlässlich des World Contraception Day (Weltverhütungstag) am 26. September 2008 soll das Bewusstsein für die Themen Verhütung und Sexualaufklärung geschärft werden. "Zudem ist ein leichterer Zugang zu Verhütungsmitteln, wie z.B. die rezeptfreie Abgabe der 'Pille danach' zu ermöglichen", forderte Graf.

Unterstützung
Der World Contraception Day 2008 wird von sechs internationalen bzw. regionalen Organisationen auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Gesundheit unterstützt. Hierzu gehören: Marie Stopes International, der Bevölkerungsrat (Population Council), die Europäische Gesellschaft für Verhütung (ESC), die Internationale Vereinigung für Kinder- und Jugendgynäkologie (FIGIJ), das Centro Latinoamericano Salud y Mujer (CELSAM) und der Asien-Pazifik-Rat für Verhütung (APCOC). Die Kampagne wird von der Bayer Schering Pharma AG gesponsert.

In rund 70 Ländern werden Informationsveranstaltungen und -aktionen durchgeführt. Unter anderem wird es Kampagnen für professionelle Gesundheitsdienstleister und Lehrer sowie Aktionen an Universitäten und im Internet geben.


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