14. Juli 2010 11:41

Statistik zeigt 

Männer verletzen sich weit häufiger

Fußballspielen bei Erwachsenen häufigste Verletzungsursache.

Männer verletzen sich weit häufiger
© sxc

Für 1.211 Erwachsene und mehr als 2.500 Kinder haben sportliche Freizeitaktivitäten im vergangenen Sommer im Krankenhaus geendet. Mit 62,3 Prozent werden mehr als die Hälfte der Verletzungen bei Erwachsenen durch Fußballspielen verursacht. Kinder verletzen sich am häufigsten beim Fahrradfahren, stellte Primar Herbert Resch fest.

Fußball führt die Verletzungs-Liste an
Fußball führte auch im Sommer 2009 die Unfallstatistik wieder ganz klar an, mit rund 13 Prozent folgt Radfahren und mit fünf Prozent Volleyball. "Die Mehrzahl der Verletzten waren Männer. Sie machen mehr als 90 Prozent unserer Patienten aus und sind im Durchschnitt 27,9 Jahre alt", sagte Clemens Hübner, Facharzt an der Universitätsklinik für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie. 869 Verletzungen, die in der vergangenen Saison behandelt wurden, hatten einen leichten Schweregrad. Mit 71,8 Prozent sind sie auch die häufigsten.

"Unsere typischen Sommersportpatienten sind Männer", meinte Hübner. Insgesamt ist der Anteil der verletzten Frauen auch 2009 wieder deutlich gesunken. Waren im Jahr 2008 noch rund zwölf Prozent der Verletzten Frauen so betrug der Anteil im vergangenen Jahr nur mehr 9,8 Prozent.

Die verletzten Männer sind im Durchschnitt 27,9 Jahre alt und damit älter als die Frauen, die bei der Einlieferung durchschnittlich 24,9 Jahre alt sind. Fast drei Viertel der Verletzten sind unter 30, 26 Prozent zwischen 31 und 60 Jahren alt. "2,8 Prozent der Verunglückten sind bereits über 60 Jahre alt. In dieser Altersgruppe gab es einen leichten Anstieg um 0,2 Prozent", so Resch.

Sportunfälle
Die meisten Sportunfälle ziehen leichte Verletzungen nach sich, bei denen in der Regel keine Knochenbrüche vorliegen und die ambulant behandelt werden können. 9,6 Prozent der Verletzungen sind mittleren und 17,4 Prozent schweren Grades. Das bedeutet, die Betroffenen müssen für die Behandlung stationär aufgenommen werden. Es handelt sich dabei meist um Frakturen oder Gelenksluxationen, die operiert werden müssen. Schwerste Verletzungen wurden bei 1,2 Prozent festgestellt.

Mehr als die Hälfte aller Sportverletzungen betrifft die Gelenke der unteren Extremitäten. "Das heißt, dass das Kniegelenke und die Sprunggelenke am häufigsten betroffen sind", meinte Hübner. Ellbogen, Handgelenk und Hand müssen ebenfalls oft behandelt werden. Genauso wie Schultern und Oberarme. Bei 4,8 Prozent aller Sportunfälle tragen die Opfer Verletzungen am Kopf oder im Gesicht davon.


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