14. Mai 2008 10:44

Studie zeigt 

"Verordnetes" Lächeln macht krank

Beruflich verordnetes Lächeln kann Depressionen und Bluthochdruck auslösen. Psychologen empfehlen Schmunzel-Pausen.

"Verordnetes" Lächeln macht krank
© sxc

Wer im Beruf immer freundlich sein muss und sein Gesicht mit einem Dauerlächeln schmückt, sollte sich ab und zu eine "Grins-Pause" gönnen. Lächeln kann nämlich richtig Stress bedeuten und zu Depression, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Problemen führen - wenn es beruflich "verordnet" ist. Das weiß der Psychologe Professor Dieter Zapf von der Universität Frankfurt am Main aus Untersuchungen.

Pause gönnen
In der "Apotheken Umschau" rät der Psychologe "Berufslächlern" wie Stewardessen oder Verkäufern deshalb, sich in Arbeitspausen immer wieder einmal zurückzuziehen, um sich zu entspannen, Aggressionen abzubauen und sich von dem ständigen Lächelzwang zu erholen. Eine solche Zweckentfremdung des Lächeln ist übrigens keinesfalls eine Fehlentwicklung unserer Zeit.

Lächeln ist erlernbar
Der Verhaltensbiologe Dietmar Todt, emeritierter Professor an der Freien Universität Berlin, vermutet sogar, Lächeln sei als "Angstgrinsen" in der menschlichen Vorgeschichte entstanden. Das "echte", entspannte, freundliche Lächeln ist nur eine von einem guten Dutzend Varianten. Es gezielt einzusetzen, ohne dass es als falsches Grinsen erscheint, ist hohe Schauspielkunst. Aber es ist erlernbar.

An was Schönes denken
Der Trick: Man erinnert sich an eine Situation, in der man sehr glücklich war. Dann huscht das freundliche Strahlen vielleicht ganz von allein übers Gesicht. Noch ein Tipp, das Lächeln des Gegenüber richtig einzuschätzen: Echt dauert es nur zwischen einer halben und vier Sekunden.


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