11. März 2009 09:51

Krebs-Prophylaxe 

Visia zeigt Hautschäden

Ein neues Gerät aus den USA erstellt ein genaues "Teintprofil" und ortet selbst noch nicht sichtbare sonnenbedingte Hautschäden.

Visia zeigt Hautschäden
© Michele Pauty

Auch wenn wir uns derzeit nach Sonne sehnen, UV-Strahlen bergen Risiken: Laut einer im Fachblatt „Lancet“ veröffentlichten Studie hat sich die Zahl der Hautkrebsfälle in den letzten Jahren verdreifacht. Dabei ist die Erkrankung bei Früherkennung durchaus heilbar.

Sonnenschäden
Ein neues Gerät aus den USA erkennt jetzt auch jene Sonnenschäden, die mit dem freiem Auge noch nicht zu sehen sind. Die „Visia“-Camera basiert auf modernster Computertechnologie und erstellt mittels digitaler Fotografie ein genaues Teintprofil. „Dabei werden nicht nur oberflächliche Unebenheiten dargestellt, sondern erstmals auch tiefe Hautschichten erfasst“, erklärt Hautärztin Monika Sulovsky.

Analyse
Durch die Multispektralaufnahme werden nicht nur Pigmentierungen, UV-Flecken und frühe Stadien von Hautkrebs dokumentiert, sondern auch Falten, vergrößerte Poren, Akneneigung und erweiterte Gefäße. Insgesamt liefert Visia acht Analysen der Hautbeschaffenheit und vergleicht die Daten mit einer Gruppe von Patienten mit gleichem Alter und Hauttyp. „Die Analyse zeigt nicht nur die Schwachstellen in der Haut, sondern auch, ob man überdurchschnittlich gut oder schlecht abschneidet“, so Sulovsky.

Therapie
Mithilfe der präzisen Visia-Aufnahmen kann ein exakter Hautbehandlungsplan erstellt werden. Sulovsky: „Wir haben heute die Möglichkeit, jede Hautveränderung optimal zu behandeln.“

UV-Flecken entfernen
So werden etwa mit der Blitzlichtlampe IPL sowohl sichtbare als auch direkt unter der Haut liegende Sonnenschäden entfernt. Meist sind drei Behandlungen im Abstand von drei bis vier Wochen erforderlich. Diese Therapie wirkt aber nur bei ungebräunter Haut.

Tiefer liegende UV-Schäden können auch mittels Trichloressigsäure-Peeling entfernt werden. Bei sehr oberflächlichen Flecken hilft auch eine Kombination aus depigmentierender Creme und Vitamin-A-Säure. Auch mit dem Fractional Laser können die Pigmentierungen gelöst werden.

Achtung
Treten auf den sonnenexponierten Stellen raue und schuppige Hautflecken auf, so sind sie nicht unbedingt harmlos. Diese sogenannten „aktinischen Keratosen“ werden jetzt als Hautkrebs klassifiziert – und nicht wie bisher als Vorstufe – und müssen behandelt werden. Die gefährlichen Hautstellen werden vom Dermatologen mittels Stickstoff oder Blaulicht (photodynamische Therapie) entfernt.
Eine Visia-Analyse mit Beratung kostet 90 Euro.
Info: Privatklinik Kiprov:
www.kiprov.com

Tel. 01/ 877 52 15


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