20. Februar 2008 10:36

Nährstoffe 

Vitaminpillen für Kids?

Kinder essen vor allem, was ihnen schmeckt: Vitamine und Mineralstoffe bleiben dabei auf der Strecke. Und müssen wieder ausgeglichen werden.

Vitaminpillen für Kids?
© sxc

Unterversorgung
Der kindliche Organismus hat einen besonderen Bedarf an Nährstoffen. Mit Pommes und Pizza allein werden die Depots an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen nicht gedeckt.

Nein, danke
Zu Obst und Gemüse greifen Kinder freiwillig nur selten. Karotten, Äpfel und Müsli können aber sowohl das Immunsystem – vor allem im Winter – unterstützen als auch das Wachstum fördern. Österreich ist zwar kein Vitaminmangelland, trotzdem gehen Experten von einer teilweisen Unterversorgung bei der kindlichen Ernährung aus.

Was Kids brauchen
Das Wachstum von Kindern erfordert einen ständigen Knochenum- und -aufbau. Dafür ist neben einer ausreichenden Menge an Bausubstanz in Form von Kalzium, auch das Vorhandensein von genügend Vitamin D notwendig. „Daher sind Milchprodukte als Kalzium-Lieferanten für Kinder so wichtig“ , meint Ernährungsexpertin Ingrid Kiefer. Eine prophylaktische Einnahme von Vitaminpillen sei bei einer vollwertigen Ernährung laut Kiefer nicht notwendig. Bei vitalstoffarmer Kost könnten Vitaminpräparate aber Mängel ausgleichen.

Vollkorn
Im Gegensatz zu vielen Erwachsenen haben Kinder noch eine intakte Verdauung. Und können Vollkornprodukte optimal verwerten. Das Eiweiß im Getreide ist im Silberhäutchen und im Keimling enthalten: Diese Schichten des Korns werden etwa bei Nestlé Cerealien mitverarbeitet: Die darin enthaltenen essenziellen Aminosäuren sind für den Aufbau von Körperzellen und das kindliche Wachstum wesentlich. Der Anteil an Vitaminen, vor allem der B-Gruppe, und Mineralstoffen ist ein Vorteil bei Cerealien aus dem vollen Korn (www.entdeckevollkorn.at).

Tricks
Cerealien, Milch und frisches Obst zum Frühstück schmeckt Kindern und deckt einen Teil des Nährstoffbedarfs. Was Kinder ebenfalls mögen: Obstsalat oder frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte. Die können auch mit einem Löffel Vitaminsaft aus der Apotheke aufgepeppt werden.

Was Kinder bis zum 12. Lebensjahr brauchen

Vitamin A
Wichtig für: Sehkraft, Wachstum, Haut- und Knorpelbildung. In Karotten, Spinat, rotem Paprika.
Menge pro Tag: Menge pro Tag: 2.500 IE* (enthalten in 50 g rotem Paprika oder 100 g Spinat).

Vitamin B (B1-B12)
Wichtig für: Bildung roter Blutkörperchen, Nervensystem, Zellneubildung. In Vollkorn, Bananen.
Menge pro Tag: 3 bis 7 mg; enthalten in 50g Haferflocken, 20 g Kalbsleberwurst, 300 g Vollkornreis.

Vitamin C
Wichtig für: Baut Immunsystem und Bindegewebe auf. In Zitrusfrüchten, Sanddornsaft, Kiwi.
Menge pro Tag: 100 mg (enthalten zum Beispiel in 200 g Orangen oder 150 g Kiwi).

Vitamin D
Wichtig für: Aufbau und Festigkeit der Knochen. Vor allem in Milchprodukten und Fisch.
Menge pro Tag: 200 IE (enthalten etwa in 30 g Forelle oder 250 g Champignons).,

Vitamin E
Wichtig für: Schutz vor freien Radikalen und fördert Stoffwechselvorgänge. In Nüssen und Ölen.
Menge pro Tag: 10 IE (etwa 150 g Studentenfutter oder auch 200 g Tomaten).

Kalzium
Wichtig für: Knochenaufbau. Vorkommen in Joghurt, Topfen, Eis, Käse und grünem Blattgemüse.
Menge pro Tag: 600–1000 mg (150 ml Milch oder Joghurt enthalten 300 mg Kalzium).


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