09. August 2007 10:35

Lebensmitteltest 

Vorsicht: Salmonellen im Grillfleisch

Die Arbeiterkammer hat Grillfleisch aus dem Supermarkt untersucht. Erschreckendes Ergebnis: jede dritte Probe verdorben!

Vorsicht: Salmonellen im Grillfleisch
© sxc

Nicht sehr appetitanregend: Fast jedes dritte Grillfleisch aus Kärntner Supermärkten zeigt laut einem Lebensmitteltest der Arbeiterkammer mehr oder weniger deutliche Anzeichen von Verderb. Noch unappetitlicher: Ein Landhendl-Grillteller und eine Probe Spareribs waren so stark mit Salmonellen befallen, dass sie als gesundheitsschädlich eingestuft wurden.

Spareribs und Grillteller stark befallen
Im Juli hat die Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Kärnten bei Supermärkten in Klagenfurt insgesamt 24 Proben Grillfleisch eingekauft und der Lebensmitteluntersuchungsanstalt des Landes übermittelt. Unter die Lupe nehmen lassen haben die AK-Tester verschiedene marinierte Fleisch- und Geflügelsorten, verpackte und offene Ware. Die Lebensmitteluntersuchungsanstalt wurde von der Arbeiterkammer beauftragt, die Fleischproben auf Geruch und Geschmack (organoleptisch) sowie auf Keimgehalt (bakteriologisch) zu analysieren.

Fast 40 Prozent ungenießbar
Das Ergebnis ist aus Sicht der AK-Konsumentenschützer äußerst unerfreulich. Insgesamt wurden neun der 24 Proben nach dem Lebensmittelsicherheitsgesetz beanstandet. Das sind immerhin 37 Prozent! Zwei der neun Grillwaren - ein verpackter Landhendl-Grillteller bei "Zielpunkt" und verpackte marinierte Spareribs bei "Lidl" - hat die Lebensmitteluntersuchungsanstalt wegen Salmonellenbefalls sogar als gesundheitsschädlich eingestuft.

Kühlkette darf nicht unterbrochen werden
Bei fünf der beim AK-Test beanstandeten Grillfleischproben handelte es sich um verpackte Ware, die einen Tag vor Ablauf der Mindesthaltbarkeitsfrist untersucht worden ist. "Die Konsumentenerwartung auf qualitätsmäßig einwandfreie Produkte wurde enttäuscht. Frischfleisch muss auch noch zum angegebenen Verbrauchstag eine ordnungsgemäße Qualität aufweisen. Daher müssen realistischere Verbrauchsdaten angegeben werden, die Lagerbedingungen kontrolliert und darauf geachtet werden, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird", betont die Leiterin der Konsumentenberatung, Dr. Josefine Traunik.

So wird grillen doch zum Vergnügen

  • Kaufen Sie Grillfleisch am besten lange vor Ablauf des angeführten Mindesthaltbarkeitsdatums ein.
  • Achten Sie beim Kauf auf die Lagertemperatur in der Kühlvitrine des Geschäftes. Sie darf nicht über vier Grad Celsius liegen.
  • Auf dem Weg nach Hause die Kühlkette nicht unterbrechen!
  • Bei marinierter Ware kann man das Fleisch optisch nicht auf Mängel überprüfen. Daher empfiehlt es sich, die Marinade selbst zu kreieren.
  • Beim Grillen sollte Fleisch immer gut durchgebraten werden, um eventuelle Keime und Salmonellen abzutöten.


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