27. Oktober 2008 09:48

Gesünder 

Warum Frauen einfach besser sind

Hormonpapst Johannes Huber verrät in seinem neuen Buch, dass Fauen das stärkere Geschlecht sind.

Warum Frauen einfach besser sind
© sxc

Männer müssen jetzt ganz stark sein, denn für sie hat Hormonpapst Johannes Huber eine bittere Wahrheit parat: Frauen sind Männern überlegen. In seinem neuen Buch "Die Gesundheit der Frau" verrät der Topmediziner, warum Frauen ein Wunderwerk der Natur sind.

"Frauen übernehmen die Zukunft"
Echte Machos sollten jetzt besser nicht weiterlesen, denn die Botschaft von Spitzenmediziner Johannes Huber wird bei ihnen Panik¬attacken auslösen: "Frauen übernehmen in Zukunft - die von der Verlängerung des Lebens geprägt ist - die Führerschaft."

Frauen leben länger
In der Statistik zeichnet sich der Trend schon lange ab: 2006 betrug die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer in Österreich 77,1 Jahre, die der Frauen bereits 82,7 Jahre. Tendenz steigend. Dieses Phän¬omen hat Österreichs Hormonpapst in seinem neuen Buch Die Gesundheit der Frau - warum Frauen länger leben (erscheint im Ueberreuter Verlag um 24,95 Euro) entschlüsselt. Und die Antworten sind erstaunlich: Nicht der Ehefrust ist schuld an der kürzeren Lebenserwartung des dominanten Geschlechts, sondern der Organismus der Männer ist einfach fehler¬anfälliger und zu simpel konzipiert.

Wunderwerk Frau
Kurz gesagt: Frauen haben ein stärkeres Herz, Stress stecken sie locker weg, und auch das Gehirn ist leistungsfähiger. Hier die Details aus dem Bestseller, der das Rollenbild auf den Kopf stellt:

Warum Frauen ein Marathonherz haben
Stress, Grabenkämpfe im Job, Mehrfachbelastungen stecken Frauen leichter weg. Während sich bei Männern in diesen Situationen die Gefäße zusammenkrampfen und oft zum tödlichen Herzinfarkt führen, entwickeln Frauen einfach das Molekül Stickoxid. Dieses Gas entspannt die Blutgefäße. Dadurch ist das Herz-Kreislauf-System der Frau geschützter und langlebiger.

Auch Leber, Milz und Nieren profitieren davon. Aber damit nicht genug: Die Geschlechtshormone der Frau - wie Östrogen - agieren als Schutzschild: Sie senken den Cholesterinspiegel, normalisieren den Blutdruck.

Und warum hat die Natur Frauen mit diesen Fähigkeiten ausgestattet? "Sie sind für den Fortbestand der Menschheit einfach wichtiger als Männer, deswegen wurden Frauen mit dem Besten, was Mutter Natur zu bieten hat, ausgestattet", sagt Autor Huber. Oberstes Ziel: Mit diesen Privilegien sollen optimale Bedingungen für die Geburt geschaffen werden. Doch sie machen frau auch für den Lebenskampf stärker.

Warum das Gehirn von Frauen mehr leisten kann
Dass Nerven in unserem Gehirn nachwachsen können, galt in der Medizin lange als unmöglich. Das weibliche Gehirn vollbringt dieses Wunder. Aus Hirnstammzellen entstehen frische Neuronen, die der Frau eine bessere Wahrnehmung der Wirklichkeit möglich machen.

Auch diese Fähigkeit wurzelt in der Tatsache, dass Frauen für das Überleben der Familie hauptverantwortlich sind: Die Entwicklung eines Babys ist von der Aufmerksamkeit, Konzentra¬tion und Beobachtungsgabe der Frau abhängig.

Das ist aber noch längst nicht alles, was das weibliche Gehirn vollbringt: In Stresssituationen baut sich frau eigene Beruhigungswirkstoffe, wenn ihr Nervensystem dies benötigt.

Weibliche Hormone
Dabei spielen die weiblichen Hormone wieder die Hauptrolle. Sie kommen nicht nur in den Eierstöcken vor, sondern auch im Gehirn. Aus dem Progesteron werden im Gehirn Hormonableger gebildet, die beruhigend auf die Psyche wirken. "Wegen dieses Beruhigungscocktails haben Frauen keine Angst vor der Geburt. Wenn Männer wüssten, dass sie in drei Monaten ein Kind zur Welt bringen müssen, würden sie vor Angst wahrscheinlich durchdrehen", erklärt Hormonspezialist Johannes Huber.

Die Ableger des Progesterons heilen auch Verletzungen des Gehirns. "Intensivmediziner beobachten immer wieder, dass Frauen sich - etwa nach einem Unfall - schneller von einem Gehirntrauma erholen, wenn der Unfall in der zweiten Hälfte des Zyklus passiert", erläutert Huber.

Leistungsfähigeres Gehirn
Und noch ein spannendes Detail macht das Gehirn der Frau leistungsfähiger: Das Hormon Östrogen verbessert den Glykosestoffwechsel im Gehirn und fördert die Wachstumsfaktoren, die für die Hirnleistung wichtig sind. Beim Eisprung ist der Östrogenspiegel am höchsten, zu diesem Zeitpunkt können Frauen tolle Gedächtnisleistungen erbringen.

Warum die Atmung der Frau besser arbeitet
Die biologische Vormachtstellung haben Frauen auch bei der Lunge inne. Sie besitzen den längeren Atem, denn um die Sauerstoffversorgung des Kindes sicherzustellen, verbessern die

Hormone der Fortpflanzung auch die Atmung: Der Kohlendioxidgehalt nimmt ab, während die Sauerstoffkonzentration ansteigt. Dabei wartet der weibliche Organismus aber gar nicht erst auf den Eintritt der Schwangerschaft, sondern optimiert die Lungenfunktion schon ab dem Eisprung.

Warum das Immunsystem der Frau intelligenter ist
Das Immunsystem der Frau vollbringt Höchstleistungen, denn es ist auch stärker gefordert als das männliche. So ist es in der Lage, in kürzester Zeit Organteile förmlich aufzulösen. Das passiert jeden Monat. Wird eine Frau nicht schwanger, setzt der weibliche Körper kurz entzündungsähnliche Reaktionsmuster ein, um so die Gebärmutterschleimhaut abzustoßen.

Bestehen noch Zweifel, wer das stärkere Geschlecht ist? Nach der Lektüre dieses Buches dürfte sich das wohl erledigt haben...

Der neue Bestseller: "Die Gesundheit der Frau - warum Frauen länger leben"; Ueberreuter Verlag um 24,95 Euro; von Johannes Huber


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