10. Juni 2009 07:14

Studie zeigt 

Warum die Arbeit krank machen kann

Hektik im Job lässt die Krankenstandtage in die Höhe schnellen. Auch mangelnde Anerkennung durch Chefs macht krank.

Warum die Arbeit krank machen kann
© Getty Images

Gestresste Menschen erkranken mehr als doppelt so häufig an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Forscher der Duke Universität in Durham entdeckten die Ursache: Bei Stress steigt im Körper das sogenannte „C-reaktive Protein“, ein Risikofaktor für Atherosklerose und Herzinfarkt.

Burn-out
Dass Belastung krank macht, zeigt jetzt auch eine aktuelle Studie aus Deutschland: 2008 waren deutsche Arbeitnehmer wegen Stress-Symptomen fast zehn Millionen Tage krankgeschrieben. Stressfaktor Nummer eins ist der Job. Hektik und Termindruck lassen das Stresshormon Cortisol in die Höhe schnellen. „Sinkt gleichzeitig das Anti-Stress-Hormon DHEA, so leidet das Immunsystem“, erklärt Hormonspezialist Erich Müller-Tyl. Und empfiehlt bei niedrigem DHEA Wert im Blut und gleichzeitigem Dauerstress die Einnahme von DHEA-Kapseln: „So kann man die körpereigene Abwehr unterstützen.“

Job
Doch Zeitdruck ist nicht der einzige Krankmacher im Job. Stressforscher halten mangelnde Anerkennung für einen Killer. „Menschen, die mit Motivation an die Arbeit gehen und wenig Wertschätzung erhalten, haben ein drei- bis vierfach erhöhtes Risiko für eine Herzerkrankung“, weiß Internist Siegfried Meryn.


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