13. August 2007 14:06

Heiße Tipps 

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten

Der Erotik-Experte Frank Sommer hat jetzt einen Ratgeber geschrieben. Die wichtigsten Fragen auf oe24.at zum Nachlesen.

Was Sie schon immer über Sex wissen wollten
© buenos dias

Ein Buch erobert die Bestsellerlisten: „Warum Frauen Pornos mögen und Männer einen G-Punkt haben. 296 Wahrheiten über Sex“ (Südwest-Verlag, 160 Seiten, 10 Euro). Geschrieben hat es der renommierte deutsche Universitätsprofessor Dr. Frank Sommer (Uniklinik Hamburg). Er hat die wichtigsten Fragen gesammelt, die ihm in seiner Sex-Sprechstunde gestellt worden sind.

Der Stand der Dinge
Natürlich ist Sex die schönste Nebensache der Welt. Und natürlich ist das Sexualleben der Österreicher gut erforscht: So weiß man, dass die Österreicher sich durchschnittlich 105 Mal im Jahr lieben. Mit Abstand am häufigsten in Vorarlberg (120 Mal) und Tirol (116 Mal). Man weiß auch: Fast jeder zweite Österreicher verspürt täglich mindestens einmal Lust auf körperliche Liebe. In fast einem Drittel aller österreichischen Haushalte surrt ein Vibrator. Der Konsum von Pornografie ist eine überwiegend männliche Domäne (51%), bei Frauen sind es 24 Prozent. Ganz wichtig: Beinahe jeder zweite Österreicher (48%) gibt an, glücklich mit seinem Liebesleben zu sein. So weit die überraschenden Fakten (Quelle: Durex-Studie). „Aber“, so der renommierte Hamburger Sex- Forscher Frank Sommer: „Die wenigsten wissen, was wirklich wichtig ist.“ Jahrelang hat der Urologe und Sportmediziner die bedeutendsten Fragen gesammelt, die ihm von seinen Patienten gestellt wurden. Herausgekommen ist ein Ratgeber mit 296 Wahrheiten über Sex. Ehrlich. Sehr wissenswert und manchmal verblüffend. Wir bringen die wichtigsten davon:

Wie viel Zeit verbringen Männer im Laufe ihres Lebens mit Sex? Der Durchschnitts­Europäer hat in seinem Leben etwa fünf Monate Sex. Und: Er verbringt ungefähr neun Monate auf der Toilette.

Gibt es einen Orgasmus ohne Ejakulation? Absolut. Im Erwachsenenalter gibt es Männer, die ihre Orgasmusfähigkeit so trainiert haben, dass sie erst einen trockenen Orgasmus erleben können, die Erektion danach bestehen bleibt und sie später ejakulieren können.

Was genau passiert beim weiblichen Orgasmus? Beim Orgasmus bildet die Vagina eine „orgastische Manschette“: Ihr äußeres Drittel zieht sich im Rhythmus von 0,8 Sekunden fünf- bis zwölfmal zusammen. Auch in Gebärmutter und Pomuskulatur kommt es zu rhythmischen Kontraktionen. Gleichzeitig erhöht sich bei vielen Frauen die Durchblutung der obersten Hautschichten auf ein Maximum, man nennt das „sex flush“.

Schadet Rauchen der Potenz? Rauchen ist einer der übelsten Potenzkiller. Männer, die qualmen, haben sogar ein doppelt so hohes Risiko, impotent zu werden, wie Nichtraucher. Der Grund ist simpel: Nikotin verengt die Blutgefäße. Und die ersten Anzeichen dafür werden Sie am Penis verspüren, weil sich dort die sehr feinen Blutgefäße befinden.

Wie lange dauert der Orgasmus beim Mann und bei der Frau? Glückliche Frauen: Bis zu einer Minute dauert bei „ihr“ der „kleine Tod“, wie ihn die Franzosen umschreiben. Im Durchschnitt sind es aber etwa 15 Sekunden. Und beim Mann? Deutlich kürzer, im Durchschnitt etwa vier Sekunden.

Welche Stellung ist die beliebteste? Das ist bei Männern und Frauen unterschiedlich. Frauen mögen am liebsten die Löffelchenstellung. Sicher, weil diese Stellung beiden Partnern einen besonders intimen Genuss bringt und viele zärtliche Körperberührungen erlaubt. Der Mann hat die Möglichkeit, Brust und Klitoris der Partnerin zu streicheln. Bei Frauen auch sehr beliebt: Die Missionarsstellung. Hierbei kann der Penis den G-Punkt der Vagina besonders gut erreichen und zum Teil auch die Klitoris stimulieren. Auch ein Grund für diese Wahl: Die Partner können sich beim Sex ansehen und küssen. Bei der drittbeliebtesten Stellung sitzt die Frau rittlings auf dem Mann (sodass er ihren Rücken sieht). In dieser Position kann der Penis den G-Punkt ebenso gut erreichen wie die Klitoris.

Steigert mehr Sex die Potenz? Darin sind sich alle Wissenschaftler einig: Ja! Sex stärkt die Potenz. Wer als junger Mann schon ein angeregtes Sexualleben pflegt und dies bis zum 30. oder 40. Lebensjahr aufrechterhält, wird auch in späteren Lebensphasen davon profitieren. Sexuelle Aktivität bedeutet Training für den Penis. Eine Studie hat gezeigt, dass regelmäßiger Sex den Testosteronspiegel erhöht. Auch nicht zu verachten: Die Partnerin hat auch etwas davon. Regelmäßiger Sex steigert die Östrogenbildung bei Frauen, hält sie fit und schön.

Macht Sex Frauen schön? Aus medizinischer Sicht ist der Fall klar: Das, was für Männer Sport ist, ist für Frauen der Sex: Er hält sie jung. Sex fördert nämlich die Östrogenproduktion. Das Hormon hält die Haut glatt und die Stimme ausgeglichen, macht die Frau also rundum schön.

Mögen Frauen Pornos? Die Mehrheit mag sie. Wichtig aber für Frauen: Der Film muss qualitativ gut sein. Das heißt möglichst authentisch, mit viel Erotik und ausgiebigen Verführungsszenen.

Wie kommen die meisten Frauen zum Orgasmus? Größtenteils durch Stimulation der Klitoris, ob vom Partner oder von eigener Hand. Es ist sogar so, dass nur etwa 30 Prozent der Frauen allein durch die Penetration des Penis einen Orgasmus erleben können.

Was macht Frauen Lust auf Sex? Es gibt natürlich ganz individuelle Vorlieben. Ich habe aber von vielen Frauen übereinstimmend gehört, dass z.B. ein kesser Witz, ein sexy Blick oder zarte Berührung ihre Lust anfachen Auch interessante Lustbringer: erotische Geschichten. Lust auf Sex geht auch durch den Kopf. Fesselspiele. Lust, den Partner ans Bett zu binden oder auch selbst mit fixierten Handgelenken „genommen“ zu werden, das macht viele Frauen an.

Hält Sex schlank? Haben Sie zweimal täglich Sex, dann lege ich mich auf ein „Ja“ fest. Denn pro Akt inklusive Orgasmus werden zirka 225 Kalorien verbrannt. Das entspricht etwa einem halben Big Mac.

Sind Lustschwankungen normal? Sind sie. Nach einer amerikanischen Studie ist die Lust auf Sex an den fruchtbaren Tagen gesteigert – um etwa ein Viertel. Die für den Eisprung verantwortlichen Hormone scheinen sich also auf das Sexualverhalten auszuwirken. Dieser Effekt fällt allerdings bei Frauen weg, die die Antibabypille schlucken.

SommerWarumFrauen-sb © südwest
Buchtipp:
Warum Frauen Pornos mögen und Männer einen G-Punkt haben
Frank Sommer
Südwest-Verlag
Preis: EUR 9,95


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