24. September 2008 08:52

Kreuzweh 

Was dem Rücken hilft

Eine aktuelle Studie der Uni-Klinik Heidelberg zeigt: Neue Medikamente sind bei Kreuzweh ohne Wirkung.

Was dem Rücken hilft
© getty
Was dem Rücken hilft
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Verspannter Nacken, ein Ziehen in den Schultern und das steife Kreuz beim Aufstehen aus dem Schreibtischsessel: 80 Prozent der Österreicher kennen diese Beschwerden. Sie sind neben Atemwegserkrankungen auch der häufigste Grund für den Arztbesuch. Die Ursache für die Qualen liegt zu 70 Prozent in einer Verspannung der Rückenmuskulatur (siehe Grafik).

Keine Wundermittel
Das Kreuz mit dem Kreuz beschäftigt Mediziner, Physiotherapeuten und Fitnessstudios. Die Erwartungen, die Ärzte in die Therapie mit neuen biologischen Wirkstoffen setzten, haben sich bisher nicht erfüllt. So zeigt eine aktuelle Studie der Uni-Klinik Heidelberg, dass TNF-alpha-Blocker keinen Einfluss auf Rückenschmerzen haben.

Beschwerden lindern
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Krankengymnastik, Rückentraining, Ergo- und Psychotherapie konnten die Beschwerden bessern. „Bewegung ist das beste Heilmittel bei Rückenproblemen“, bestätigt auch der Wiener Orthopäde Michael Riedl. Und das gilt sogar im Akutstadium. Riedl: „Es herrscht noch immer der Irrglaube, Kreuzschmerz oder Ischias könne man mit Bettruhe zu kurieren.“

Bewegen, aber richtig
Sich mit dem maroden Rücken auf den Tennisplatz zu quälen oder joggen zu gehen, ist nicht die Methode der Wahl. Denn es geht vor allem darum, die schwache Rückenmuskulatur zu stärken. Riedl: „Man sollte sich von einem Physiotherapeuten oder Fitness-Trainer jene Übungen zeigen lassen, die genau auf die Schwachpunkte zielen.“ Und sein persönliches Rückenprogramm dann jeden Tag durchziehen.

Was wirklich hilft
Eine kräftige Rückenmuskulatur ist nach allen bisherigen Studien die einzige Methode, um dauerhaft die Schmerzen in den Griff zu bekommen.

Foto: (c) Getty


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