30. September 2008 10:08

Figurfallen 

Was uns wirklich dick macht

Große Portionen, wenig Ballaststoffe und Snacks - das macht richtig dick. Plus: Diese Tricks helfen beim Abnehmen!

Was uns wirklich dick macht
© getty

1. Portionen werden immer größer
Früher waren in einer Tüte Gummibärchen 57 Gramm, heute sind es bis zu 500. Der Packungsinhalt von Kartoffelchips stieg zwischen 1959 und 2000 um 300 Prozent. Größere Portionen verleiten dazu, mehr zu essen.
Was tun? Auf einem großen Teller wirkt die Portion automatisch kleiner und Sie essen mehr. Tricksen Sie und essen Sie von einem kleineren Teller oder richten Sie das Essen so an, dass der Teller gut gefüllt wirkt.

2. Fertigkost statt frisch zubereitetes Essen
Wir leben in einer Zeit voller Hektik. Kaum jemand nimmt sich die Zeit jeden Tag frisches Gemüse zu schneiden und sein Essen frisch zuzubereiten. Fertiggerichte liegen im Trend. Für die industriell hergestellte Gerichte werden natürliche Lebensmittel in kleinste molekulare Bestandteile zersetzt und mit Salz, Zusatz-, Farb- und Aromastoffen angereichert. Diese Lebensmittel sind meist reich an einfachen Zuckern, Fett, Emulgatoren und Stabilisatoren, die leicht zu verdauen sind. Die Nährstoffe gelangen so schneller ins Blut und fördern Blutzuckerschwankungen und Heißhungerattacken. Fertiggerichte sollten nur selten konsumiert werden!

3. Figurfalle Snacks
Statt uns beim Frühstück, Mittag und Abendessen so richtig satt zu essen, greifen wir tagsüber gerne mal zu Snacks, die nicht immer ganz fettfrei sind. Da ein Schokorigel, dort ein Butterkeks - das schlägt sich schnell auf den Hüften nieder. Greifen Sie zu gesunden Zwischenmahlzeiten wie Joghurt, frisches Obst und eine kleine Portion Nüsse. Das macht satt und ist gesund. Kauen Sie jeden Bissen genussvoll ohne einfach alles gierig zu verschlingen.

4. Zu wenig Bewegung
Mit dem Auto zum Supermarkt und mit dem Lift in den 2. Stock: Heutzutage bewegen sich die meisten Menschen nur noch wenn es wirklich notwendig ist. In Amerika bewegen sich Kinder im Schnitt nur knapp 30 Minuten pro Tag intensiv.
Was Sie dagegen tun können? Benutzen Sie die Treppe, gehen Sie zu Fuß zur Arbeit oder zumindest bis zur Bushaltestelle. Machen Sie in Ihrer Mittagspause einen kleinen Spaziergang, anstatt in der Kantine zu sitzen. Bauen Sie einfach Bewegung in Ihren Alltag ein! Sie werden sich bestimmt gleich viel besser fühlen.

5. Zu wenig Ballaststoffe
Mehrere Studien haben sich jetzt damit befasst, worin sich die Ernährung von schlanken und dicken Menschen unterscheidet. Ergebnis: Die Portionengrößen unterscheiden sich nicht wirklich. Im Gegensatz zu den Übergewichtigen füllen sich schlanke Esser täglich weniger fettreiche Lebensmittel, weniger einfache Kohlenhydrate, aber mehr Ballaststoffe und Eiweiß auf den Teller.

6. Die Buffetfalle
Bei einem Buffet essen wir automatisch mehr. Greifen Sie bewusst zu Salaten, Gemüse, magerem Fleisch und Fisch. Vermeiden Sie Saucen und fettige Beilagen. Ihre Figur wird es Ihnen danken.

7. Süßigkeiten zur Belohnung
Belohnen Sie sich ab und zu mit einem Stück Schokolade. Wenn der Heißhunger nämlich zu groß wird, futtern Sie gleich die ganze Tafel auf. Genießen Sie Ihre Belohnung bewusst!

8. Trinken
Ein heimlicher Dickmacher ist zu wenig Trinken. Wasser und verdünnte Fruchtsäfte sind die besten Durstlöscher. Vor allem vor und zu den Mahlzeiten sollten Sie sich ein großes Glas gönnen - das füllt den Magen und stillt den Durst.

9. Zubereitung
Bereiten Sie Ihre Speisen möglichst fettfrei zu. Kochen, dünsten, grillen oder garen in der Folie sind optimal. Greifen Sie zu mageren Fleischstücken und verzichten Sie beim Geflügel auf die Haut! Fisch sollte zwei Mal pro Woche, aber nicht paniert, auf den Tisch kommen.

10. Einkaufen
Gehen Sie niemals hungrig in den Supermarkt und kaufen Sie nur Dinge die auf Ihrem Einkaufszettel stehen. Lesen die Inhaltsangaben genau und vergleichen Sie Fettangaben auf den Packungen.

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Fettfallen im Supermarkt

+ Schinken
Hendlbrust, Pute oder gekochter Schinken haben nur 3 Prozent Fett. Wer gerne Wurstbrote isst, sollte vorwiegend zu diesen Alternativen greifen.

- Mortadella
Mortadella, Leber- und Mettwurst haben zwischen 20 % und 50 % Fettanteil. Bei Wurst ist die Farbe, anders als beim Fleisch, kein Hinweis auf gute Qualität.

+ Grissini
Die langen Stangen aus Weizenmehl sind mit etwa 8 Gramm Fett pro 100 Gramm ein guter Knabberersatz zu Erdäpfelchips. Einige enthalten sogar Olivenöl.

- Chips
100 g Kartoffelchips enthalten zwischen 30 und 40 Gramm Fett. Wer vor dem Fernseher eine Packung verdrückt, nimmt mehr als 1.000 Kalorien zu sich!

+ Getreidemüsli
Vollkorn-Flakes haben nur zwischen 1 und 10 Prozent Fettanteil und sind damit weit kalorienärmer als ein klassisches Wiener Frühstück.

- Frühstücksflocken
Zwar fettarm, aber zu süß und zu salzig. Zudem fehlen wichtige Minerale und Nährstoffe.

+ Biskuit-Gebäck
Mit Früchten gefülltes Biskuit-Gebäck ist mit 11 Prozent Fettanteil relativ fettarm. Besser: Wählen Sie statt einer Glasur aus Schokolade eine fruchtige zuckerarme Variante.

- Butterkekse
Einfache Kekse ohne Füllung oder Schokoladenüberzug können viel Fett enthalten, wie man am Beispiel Butterkekse sieht. Fettgehalt: satte 14 Prozent!


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