13. März 2009 11:25

Durstlöscher 

Wasser als Heilmittel

Bewusstsein für den hohen Wert von reinem Trinkwasser soll gestärkt werden. Richtig trinken in der Fastenzeit.

Wasser als Heilmittel
© sxc

Die richtige Flüssigkeitsaufnahme sei besonders in der Fastenzeit, aber auch darüber hinaus, von großer Bedeutung. Nicht nur 40 Tage im Frühjahr, sondern auch die restlichen Wochen soll auf einen gesunden Lebensstil geachtet werden. Die Bedeutung und den Wert von reinem Trinkwasser wurde bei einer Pressekonferenz in Bad Sauerbrunn aufgezeigt. Bereits einfache Veränderungen des Lebensstils können Krankheiten verhindern und die Lebenserwartung verlängern, erklärte Gesundheitslandesrat Peter Rezar (S).

Fastenzeit
Die Fastenzeit sei die beste Möglichkeit, Abstand von krankmachenden Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zu gewinnen, Verhaltensmuster zu unterbrechen und neue Impulse zur Veränderung zu setzen. "Fasten ist nicht hungern und mehr als abnehmen", betonte Brigitte Fritz, Ärztliche Leiterin des GesundheitsZentum Bad Sauerbrunn. Fasten kann präventiv für Gesunde, aber auch therapeutisch für Kranke durchgeführt werden.

Gegen Übergewicht
Das Heilfasten kann unter Anderem gegen Übergewicht, Bluthochdruck, Rheumatische Erkrankungen und Nahrungsmittelallergien helfen. Es bewirkt die Senkung des Blutzuckers, der Blutfettwerte, sowie der Pulsfrequenzen. Weitere positive Auswirkungen hat das Fasten auf die Entwässerung, das Gewicht, sowie auf den Hormonhaushalt. Dadurch wird der Schlaf verbessert, man wird harmonischer und sensibler.

Hydrotherapie
Da man zum Fasten Ruhe, Abstand vom Alltag, Zeit für Bewegung und Meditation braucht, sei der ideale Zeitpunkt der Urlaub. Ein wichtiger Bestandteil der Kneipplehre ist die Hydrotherapie. Hierbei dient das Wasser als Reizträger über die Haut. Ein weitere Möglichkeit bietet die Phytotherapie, diese umfasst Kräuteranwendungen in Form von Tees, Auflagen und Packungen.

Drei Liter Wasser
Mit drei oder mehr Litern Flüssigkeit pro Tag erhält die Niere die nötige Unterstützung während des Fastens. Die Leber kann durch den Kneippschen' Wickel (Anm.: Feuchtes Tuch über Oberbauch, trockenes Tuch darüber und Thermophor) verstärkt durchblutet werden. Ein täglicher Einlauf oder Glaubersalz zuführen, unterstützt den Darm. Die Haut "als dritte Niere" werde am besten mit Auslaugebädern unterstützt, so Fritz.

Regenerieren
Der Frühling und der Herbst würden sich als ideale Zeit zum Regenerieren und Energie schöpfen anbieten, erklärte Diätologin Maria Heigert. Der Ablauf des Fastens wird in drei Phasen - Vorbereitungszeit, Fastenzeit, Aufbauzeit - gegliedert. Die Flüssigkeit kann in Form von Leitungswasser, Tees, Säften oder Basensuppen zu sich genommen werden.

Der richtige Tee
Jede Teesorte spielt in der Fastenzeit eine wichtige Rolle. Während am Morgen Lindenblüten- oder Holunderblütentees empfohlen werden, sind Kamille, Pfefferminz und Melisse ideal für die Mittagszeit. Am Nachmittag empfiehlt Fritz ausgleichende Tees, wie Brennnessel und Birkenblätter. Zum Einschlafen seien Hopfen-, Hafer-oder Orangenblütentees ideal. Um negative Symptome wie Kopfweh, Gliederschmerzen und Müdigkeit während des Fastens zu vermeiden, hilft ausreichendes Trinken.


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