03. August 2010 09:42

Ratgeber 

Welchen Fisch kann man noch essen?

Überfischung und Co.: Welchen Fisch kann man mit gutem Gewissen kaufen?

Welchen Fisch kann man noch essen?
© Getty Images

Fisch ist gesund, doch welchen kann man mit gutem Gewissen kaufen? Überfischte Meere und zweifelhafte Fangmethoden lassen die Auswahl dramatisch sinken. Nicht nur Hai und Thunfisch zählen zu den bedrohten Arten, auch von Rotbarsch und Aal sollten Sie lieber die Finger lassen. Die Umweltschutzorganisation WWF hat in ihrem "Einkaufsratgeber Fische & Meeresfrüchte" die Sorten aufgelistet, die Sie bedenkenlos kaufen können.

Bei Alaska-Seelachs zugreifen
Der beliebte Alaska-Seelachs gehört zu den Fischen, die man bedenkenlos essen kann. Der Bestand im Nordpazifik gilt als nicht bedroht. Saisongebundene Fangquoten beugen einer Überfischung vor. Der WWF empfiehlt dennoch, Seelachs mit dem blauen Umweltsiegel des MSC ("Marine Stewardship Council") zu bevorzugen. Die Organisation setzt sich weltweit für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Fischerei ein. Hering, Karpfen und Eismeergarnelen zählen ebenfalls zu den empfehlenswerten Fischsorten.

Fangart und Fangort entscheidend
Bei einigen Fischarten sieht die Empfehlung allerdings differenzierter aus. So entscheiden bei Lachs Fangart und Fangort, ob er als empfehlenswert eingestuft wird. Während Lachs aus Bio-Zucht und Alaska-Wildlachs mit MSC-Siegel zu den empfohlenen Fischsorten zählen, rät der WWF von Lachs aus dem Nordost-Atlantik oder von Zuchtlachs aus Chile ab. Bedingt empfehlenswert sind auch Pangasius, Dorade und Kabeljau.

Bedrohte Arten
Zu den bedrohten Arten zählen Rotbarsch, Seezunge und Aal. Sie wurden in den vergangenen Jahren zu stark gefischt. Wegen problematischen Fang- und Zuchtmethoden rät der WWF vom Kauf von tropischen Garnelen ab. Diese kommen unter den Bezeichnungen "Shrimps", "Riesengarnelen", "Tiger Prawns" oder "Gamba" in den Handel.

Mehr Infos: www.wwf.de


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