31. Jänner 2007 14:55

Vorsorge 

Weltkrebstag will Kinder schützen

Der Weltkrebstag will mit vier Hauptbotschaften vor allem Kinder schützen und ein gesündere Lebensweise empfehlen.

Weltkrebstag will Kinder schützen
© (c) buenos dias

Es ist eine beachtliche Statistik: 43 Prozent aller Krebsfälle können durch einen in der Kindheit erworbenen gesunden Lebensstil vermieden werden. Die Weltkrebskampagne - "Today's Children, Tomorrow's World" - unterstreicht die Bedeutung der Vorsorge durch Vermittlung von Wissen über Verhaltensweisen und Lebensführung.

Internationale Organisation gegen Krebs hat 86 Mitgliedsländer
Die International Union Against Cancer (UICC), eine nichtstaatliche Organisation (NGO) mit Sitz in Genf, und Mitgliedorganisationen in 86 Ländern werden die Kampagne am Weltkrebstag einleiten. Die Kampagne, die auf Eltern, Experten des Gesundheitswesens und politische Entscheidungsträger abzielt, hat ein übergreifendes Thema: die Förderung gesunder Gewohnheiten bei Kindern kann zur Verhinderung von Krebs zu einem späteren Zeitpunkt im Leben beitragen. (campaign.uicc.org)

Die vier Hauptbotschaften der Weltkrebskampagne sind
- Eine rauchfreie Umgebung für Kinder bieten
- Körperlich aktiv sein, sich gesund ernähren und Übergewicht vermeiden
- Näheres über Impfstoffe gegen virusbezogenen Leber- und Gebärmutterhalskrebs lernen
- Übermässige Sonnenbelastung vermeiden

Fast 25 Millionen Patienten weltweit
Welt-Krebstag (4. Februar): Im Jahr 2002 lebten weltweit 24,6 Millionen Menschen mit der Diagnose Krebs, 6,7 Millionen Menschen sterben jährlich daran - das sind 12,5 Prozent aller Todesfälle. Bösartige Erkrankungen fordern somit weltweit jährlich mehr Tote, als HIV/Adis, Tuberkulose und Malaria zusammen.

Therapien in Österreich nicht gleichmäßig erhältlich
Harte Worte zum Welt-Krebstag am Sonntag. Obwohl die Sterberaten bei bösartigen Erkrankungen vor allem durch die moderne Medizin in Österreich um rund 25 Prozent gesunken sind, gibt es das Problem des offenbar ungleichen Zugangs von Patienten zu den modernsten Therapien.

Zugang zu Medikamenten und Therapien als Grundrecht
"Die Österreichische Krebshilfe appelliert an die Verantwortlichen, dass der Zugang zu den neuesten Therapien und Medikamenten ein Grundrecht jedes Menschen in Österreich ist und auch bleiben muss", hieß es am Donnerstag in einer Presseaussendung der Österreichischen Krebshilfe. Deren Präsident, Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda: "Es gibt Krebskranke, die speziell bei bestimmten Medikamenten, wie (Blut-)Wachstumsfaktoren, ziemlich restriktive Genehmigungen erfahren müssen."

Mit neuen Methoden verbesserte Heilungschancen
Kritisch für manche Patienten ist offenbar die Situation speziell bei den modernsten Therapien: In den vergangenen Jahren haben eine Vielzahl von neuen Behandlungen die Heilungsaussichten der Krebspatienten wesentlich verbessert. In den so genannten "zielgerichteten Therapien" wurden "kleine Moleküle" (zur oralen Anwendung in Tablettenform) und verschiedene Antikörper entwickelt, mit denen ein gezielter Wachstumsstopp der Krebszellen erreicht werden kann. Dadurch werden wesentliche Verbesserungen der Behandlungsergebnisse alleine oder in Kombination mit konventionellen Therapien bei Brustkrebs (auch im frühen Stadium) und bei Nieren-, Lungen-, Kopf-Hals-Karzinomen besonders in den fortgeschrittenen Stadien erreicht.


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