10. September 2008 09:34

ADHS 

Wenn Kinder zu aktiv werden

Die Diagnose ADHS löst bei Eltern Alarm aus. Dabei kann überaktiven Kindern heute effektiv geholfen werden.

Wenn Kinder zu aktiv werden
© sxc

Schlechte Erziehung oder ernst zu nehmende Krankheit? Kleine „Zappelphilipps“ können einfach keine Minute still sitzen und sich in der Schule nicht konzentrieren. Sie lassen sich ablenken, versäumen Wichtiges im Unterricht und verlieren den Spaß an der Schule.

Keine Konzentration
Fünf Prozent der Volksschulkinder leiden unter einer Form der „Hyperaktivität“. Für die von der Medizin als „Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom“ (ADHS) bezeichnete Störung gibt es auch genetische Ursachen. Was Eltern und Lehrern das Leben schwermacht, lässt Nomaden überleben: Die Hyperaktivität lässt sie Nahrung finden.

Unterforderung
ADHS sollte weder bagatellisiert noch überdiagnostiziert werden. Bei wirklich schwierigen Fällen können Medikamente wie Ritalin angezeigt sein. Oft reicht es aber, die Kinder vor Reizüberflutung zu schützen und für viel Ausgleichssport zu sorgen. Auch milde und für Kinder geeignete Naturpräparate, Tees oder homöopathische Mittel zeigen bei Hyperaktivität gute Wirkung.

Info: Verein ADAPT, www.adapt.at

Kann Ihr Kind aufpassen?
Vielen Kindern und Jugendlichen fällt es sehr schwer, sich längere Zeit mit einer Sache zu beschäftigen. Wie lange sich Kinder auf ein Thema konzentrieren können, hängt auch vom Alter ab. Hier die Richtwerte:

- 5 bis 7 Jahre
Im Vorschulalter und bei Schuleintritt sollten sich Kinder bis zu 15 Minuten konzentrieren können.
-7 bis 10 Jahre
Die Dauer der Aufmerksamkeit steigt auf 20 Min.
-10 bis 12 Jahre
Nach der Volksschule dauert die Phase der Konzentration bis zu 25 Min.
-12 bis 16 Jahre
Teens sollten sich 30 Minuten konzentrieren.


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