11. Dezember 2007 10:24

Europaliste 

Wer macht wie oft blau

Stress mit den Kollegen, zu wenig Urlaubstage oder keine Lust zum Arbeiten: So oft bleiben Europäer zu Hause, ohne krank zu sein.

Wer macht wie oft blau
© sxc

Stress mit den Kollegen, zu wenig Urlaubstage oder einfach keine Lust zum Arbeiten - Gründe fürs Blaumachen gibt es genug. Dennoch hat sich nur knapp ein Drittel der europäischen Angestellten in diesem Jahr schon einmal krank gemeldet, obwohl keine akute Erkrankung vorlag. Das hat eine Online-Umfrage des Karriereportals Monster unter 27.291 Arbeitnehmern aus 16 europäischen Ländern ergeben.

Ehrliche 73 Prozent
Zwölf Prozent gaben an, ein bis zwei Tage unberechtigt gefehlt zu haben, sechs Prozent der Befragten schwänzten drei bis vier Tage. Fast jeder Zehnte zeigte sich gänzlich unmotiviert und gab zu, mehr als vier Tage gesund zu Hause geblieben zu sein. Dem gegenüber steht jedoch eine bedeutende Mehrheit von 73 Prozent, die sich noch nie unberechtigterweise krank gemeldet hat.

Faule Dänen
Wenn sich die Europäer unerlaubt krank melden, dann meistens nur für ein bis zwei Tage. Die Dänen bilden hier eine Ausnahme: 13 Prozent gaben zu, in diesem Jahr mehr als vier Tage unberechtigterweise im Job gefehlt zu haben. Eine erstaunliche Zahl, wenn man bedenkt, dass die Dänen einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen haben. Belgische und irische Angestellte neigen am häufigsten dazu, sich einen oder mehrere Tage krank zu melden, obwohl sie eigentlich gesund sind. Das gab fast die Hälfte der Befragten in beiden Ländern an. Belgier und Iren haben mit einem Urlaubsanspruch von nur 20 Tagen im europäischen Vergleich mit die wenigsten freien Tage pro Jahr zur Verfügung.

Arbeitsmoral
In Tschechien dagegen, wo Angestellte je nach Berufung bis zu 40 Urlaubstage erhalten, wird selten geschummelt. Nur neun Prozent der Befragten gaben dort an, sich schon einmal unberechtigterweise krank gemeldet zu haben. Auch die Deutschen haben eine vorbildliche Arbeitsmoral: 80 Prozent der Umfrageteilnehmer haben noch nie eine Krankheit vorgetäuscht, um zu Hause zu bleiben. Neun Prozent fehlten mehr als vier Tage. Ein bis zwei unberechtigte Krankheitstage gaben acht Prozent zu, und nur drei Prozent blieben drei bis vier Tage daheim.


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