25. August 2009 09:38

Studie zeigt 

Wer sich verirrt, geht oft im Kreis

In Gegenden ohne markante Orientierungspunkte kommen Menschen häufig vom geraden Weg ab.

Wer sich verirrt, geht oft im Kreis
© sxc

Wer sich in der Wüste verirrt, geht tatsächlich oft im Kreis. Das belegen Versuche Tübinger Forscher. Auch in anderen unbekannten Gegenden ohne markante Orientierungspunkte kommen Menschen häufig vom geraden Weg ab.

Keine geraden Linien
"Die Geschichten über Menschen, die sich verirrt haben und schließlich im Kreis laufen, stimmen wirklich", betont Jan Souman vom Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen, dessen Gruppe ihre Versuche im US-Fachjournal "Current Biology" (online vorab) vorstellt. "Menschen schaffen es nicht, eine gerade Linie einzuhalten, wenn ihnen Referenzpunkte wie Gebäude, Berge, Sonne oder Mond fehlen."

Untersuchung
Für ihre Studie ließen die Wissenschafter sechs Probanden durch einen Wald in Deutschland marschieren, drei quälten sich mehrere Stunden durch die Sahara-Wüste. Mit Hilfe des satellitengestützten Global Positioning Systems (GPS) zeichneten die Experten die Wege der Teilnehmer auf.


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