26. November 2009 10:36

Risikowerte 

Wiener haben Herz-Krauslauf-Probleme

Nach wie vor Todesursache Nummer 1. Anteil der RaucherInnen leicht rückläufig.

Wiener haben Herz-Krauslauf-Probleme
© sxc

Im Rahmen des 5. Wiener Herz-Kreislauf-Events haben sich WienerInnen auf mögliche Risikowerte für Herz-Kreislauf-Erkrankungen - nach wie vor Todesursache Nummer 1 - testen lassen. Über einen Zeitraum von vier Wochen wurden an stark frequentierten Orten 4.740 Menschen mit dem Thema Herz-Kreislauf-Gesundheit bei Messungen und individuellen Beratungsgesprächen direkt konfrontiert. Die Wiener Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely betont: "Der 5. Wiener Herz-Kreislauf-Event zeigt wie positiv die BürgerInnen Gesundheitsberatung vor Ort aufnehmen. Gleichzeitig konnten so mehr Männer als Frauen erreicht werden, was bei anderen Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen nicht der Fall ist. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass wir mehr auf unsere Gesundheit schauen müssen. Die Stadt Wien bietet zahlreiche Möglichkeiten dafür. Ausgewogene Essgewohnheiten und regelmäßige Bewegung dürfen keine leeren Schlagworte sein. Deshalb lade ich alle WienerInnen ein, mit mir den ersten Schritt in ein gesünderes Leben zu machen."

Die Ergebnisse 2009 auf einen Blick
Die Auswertung der 1.046 vollständig ausgefüllten Teilnahmekarten wurde von Univ.Prof. Dr. Dieter Magometschnigg, Leiter des Instituts für Hypertoniker und wissenschaftlicher Leiter des Herz-Kreislauf-Events, vorgenommen. Anders als bei klassischen Gesundheitsveranstaltungen wurden mehr Männer als Frauen gemessen. Das Durchschnittsalter bei den 1.046 vollständig ausgefüllten Teilnahmekarten beträgt 49 Jahre. 23 Prozent der TeilnehmerInnen rauchen (minus 5 Prozent), der Anteil der Ex-RaucherInnen ist um fast 6 Prozent gestiegen. Rund ein Drittel der TeilnehmerInnen leiden unter erhöhtem Blutdruck. Ebenfalls bei einem Drittel wurde ein erhöhter Blutzucker gemessen. Ein Viertel der TeilnehmerInnen zeigen eine gestörte arterielle Gefäßfunktion im Sinne einer erhöhten arteriellen Wandsteifigkeit. Fast die Hälfte der TeilnehmerInnen ist übergewichtig. Hier sind vor allem die Frauen betroffen: Bei 55 Prozent ist der Bauchumfang zu groß, 87 Prozent haben einen zu hohen Körperfettanteil.

Das Fazit
Veranstaltungen wie der Herz-Kreislauf-Event helfen, Risiken aufzuzeigen und Bewusstsein zu schaffen. "In Wien gehen wir noch den wesentlichen Schritt weiter", so Gesundheitsstadträtin Mag.a Sonja Wehsely, "denn die Angebote und Aktivitäten der Wiener Gesundheitsförderung zielen darauf ab, die Menschen zur konkreten Umsetzung ihres gesünderen Lebensstil zu aktivieren und sie dabei dort zu unterstützen, wo sie leben, lernen und arbeiten.

Die Idee des Herz-Kreislauf-Events
Bei diesem Konzept werden die wesentlichen Informationen, welche die Menschen zur Einschätzung ihres persönlichen Risikos brauchen, in ein unterhaltsames Programm verpackt. Gepaart mit Gewinnspielen werden so alle Menschen angesprochen - auch jene, die sich völlig gesund glauben und sich deshalb normalerweise nicht mit dem Thema Vorsorge beschäftigen. Die angebotenen Messungen verstehen sich keinesfalls als Alternative zum Arztbesuch. Aber sie fungieren quasi als "Vorfilter", um gefährdete Personen rechtzeitig zum Arzt zu bringen. Gleichzeitig bilden die erhobenen Daten die Risikosituation in der Wiener Bevölkerung ab und liefern somit die Voraussetzung für die Planung sinnvoller strategischer Weichenstellungen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nach wie vor Todesursache Nummer 1 - weltweit und auch in Wien. Dabei sind die Risikofaktoren meist sehr leicht zu diagnostizieren, kann ihnen oft schon mit kleinen Änderungen des persönlichen Lebensstils entgegen gewirkt werden. Aber: Sie verursachen kaum Beschwerden und werden deshalb kaum rechtzeitig erkannt.

Mehr Infos: www.wig.or.at


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