30. März 2010 15:02

Haustiere 

Willkommen daheim!

Was Sie bei der Anschaffung eines Haustieres beachten müssen

Willkommen daheim!
© Royal Canin

Die Ankunft des neuen Familienmitglieds ist stets ein großer Augenblick. Auch für den kleinen Hund und das junge Kätzchen ist es der Start in ein neues Leben.

Gute Manieren von Anfang an…

  1. Gewöhnen Sie Ihren Welpen an diverse hygienische Maßnahmen, an Autofahrten, etc..
  2. Rufen Sie Ihren Welpen mit seinem Namen: klar und deutlich, ohne zu schreien
  3. Gewöhnen Sie ihren Welpen in kurzen aber wiederholenden Sequenzen an das Tragen von Halsband, Brustgeschirr und Leine
  4. Vermeiden Sie eine Futterumstellung in den ersten Tagen und stellen Sie dann erst langsam um
  5. Stellen Sie Regeln vom ersten Tag an auf und bleiben Sie konsequent

Die ersten Tage:

  1. Die Jungtiere sind noch sehr unsicher in der neuen Umgebung. Vermeiden Sie daher zu Beginn einen Besucheranstrom
  2. Kätzchen und Welpe brauchen einen ruhigen Schlafplatz, der ihnen Schutz und Geborgenheit bietet.
  3. Stellen sie sicher, dass die ganze Familie den Rythmus der Jungtiere respektiert: wie alle Neugeborenen brauchen auch sie noch viel Schlaf und sollten nicht geweckt werden.
  4. Es empfiehlt sich, schon von Beginn an einen fixen Ort für den Futterplatz zu definieren und mit zwei Näpfen auszustatten: in einem sollte stets frisches Wasser angeboten werden, der andere dient der Nahrung.
  5. Machen Sie sich über die Regeln, die die erwachsene Katze bzw. der erwachsene Hund einhalten sollte, Gedanken, und halten sie diese vom ersten Tag ein.
  6. Diese sollte selbstverständlich dem Alter entsprechend und ausgewogen sein.

Die ersten 2 Monate:
Bei Katzen wie auch Hundewelpen beginnt die Sozialisierung zwischen dem ersten und zweiten Lebensmonat. Die Sinne sind nun gut entwickelt und der ganze Wurf wird unabhängiger. Jeder für sich entdeckt die Welt um sich herum. Diese Zeit ist besonders wertvoll und zugleich ungeheuer sensibel für den kleinen Welpen und für sein zukünftiges Leben. Er erlernt hier sein Verhalten zu seinen Artgenossen, zu anderen Individuen und auch zum Menschen.

Das Leben im Verband mit Geschwistern und Mutter prägt ihn ein Leben lang. Diese ersten Kontakte lehren ihn, sich in eine Gemeinschaft zu integrieren, seinen Platz zu finden und Regeln zu respektieren.

Bald sind die kleinen Kätzchen und die jungen Hund groß genug, um ohne Mutter zu leben. Es wird Zeit, vom beschützenden Verband Abschied zu nehmen und sich einer neuen Familie anzuschließen. Der Zeitpunkt sollte gut gewählt sein und findet in der Regel im Alter von 3 Monaten statt.

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Wachstum und Ernährung der Welpen:
Die Entwicklung eines Jungtieres ist sehr stark rasseabhängig. Hunde kleiner Rassen wachsen im Vergleich zu Hunden großer Rassen relativ schnell. So ist ein Chihuahua bereits mit 8 Monaten ausgewachsen, ein Deutscher Schäferhund benötigt dafür jedoch zwischen 15 und 18 Monaten. Deutlich länger dauert die Jugend bei Vertretern der Riesenrassen: Doggen und Bernhardiner haben ihr Wachstum erst mit dem zweiten Lebensjahr abgeschlossen. Die Pubertät endet dennoch schon früher: Hündinnen zeigen ihre erste Läufigkeit zwischen dem sechsten und zwölften Monat.

Was beachtet werden muss
Das Wachstum lässt sich in zwei verschiedene Phasen einteilen. Die Ernährung trägt in diesen Abschnitten wesentlich zur harmonischen körperlichen Entwicklung des Hundes bei und legt den Grundstein für seine spätere Gesundheit. Anlass genug, um sich die Energieversorgung des Hundes gerade in der Zeit des Erwachsenwerdens näher zu widmen. In der ersten Zeit, zwischen der Entwöhnung von der Mutter und dem Durchbruch der bleibenden Zähne, kann man dem Welpen förmlich zusehen, wie er sich entwickelt. Jetzt wird das Skelett gefestigt, seine Knochen wachsen in die Länge und jeden Tag nimmt er deutlich an Gewicht zu. Um dieser enormen metabolischen Aktivität gerecht zu werden, benötigt der jungen Hund zweimal mehr Energie als ein ausgewachsener Hund und eine gute und sichere Versorgung mit Phosphor und Kalzium.

Wichtig für die Entwicklung:
Welpen können erst langsam beginnen, Kohlenhydrate zu verdauen und benötigen hochverdauliches Eiweiß, um den Körper optimal zu versorgen. Aber Vorsicht: Übergewicht schon in diesem Alter kann sein Skelettsystem schädigen. Bänder und Muskulatur, die dem Skelett Halt geben, sind noch nicht voll entwickeln. Jedes Pfund zuviel belastet die Knochen in ihrer Ausbildung und kann zu bleibenden Schäden führen. Eine regelmäßige Gewichtskontrolle und der Vergleich mit Wachstumskurven können den Besitzer unterstützen, eine gesunde Entwicklung zu garantieren.

Die anschließende Zeit, ab dem sechsten bis achten Monat bis zum Ende des Wachstums, ist eine Phase der Konsolidierung. Nun festigt der Hund seine Ossatur und entwickelt immer stärker seine Muskulatur. Er wächst nicht mehr so schnell und entwickelt sich vom schlaksigen, noch etwas unförmigen Junghund zu einem stattlichen, gut proportionierten ausgewachsenen Vertreter seiner Art. Der Energiebedarf ist nicht mehr so groß, liegt aber noch immer über dem eines ausgewachsenen Hundes.

Wachstum und Ernährung der Kätzchen:
Das Wachstum der kleinen Samtpfoten kann anhand ihrer täglichen Gewichtszunahme beobachtet werden. Diese liegt zwischen 10 und 30 Gramm pro Tag - abhängig von der Rasse. Je größer die Rasse ist, desto länger gestaltet sich jedoch das Wachstum. Die intensivste Wachstumphase liegt in der Zeit vom vierten bis zum fünften Lebensmonat, in der die Gewichtszunahme bis zu 100 Gramm pro Tag sein kann. Männliche Tiere wachsen schneller und um einige Wochen länger.

Milch muss nicht sein
Der Verdauungstrakt ist zum Zeitpunkt der Geburt an die alleinge Milchernährung angepasst. Die Fähigkeit, Milch (vor allem den Milchzucker, die Laktose) zu verdauen, geht jedoch allmählich verloren und Katzen können später darauf mit Durchfall reagieren. Nach dem Entwöhnen von der Mutter mit ca. fünf Wochen sollte die Nahrung bis zum vierten Monat noch angefeuchtet werden. Kätzchen, die älter als vier Monate sind, bekommen allmählich die bleibenden Zähne. Damit die Nahrung zum Kauen animiert, sollten die Kroketten groß genug sein und trocken angeboten werden. Die ausreichende Energie- und Proteinversorgung, sowie die harmonische Gabe von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sind eine Grundvoraussetzung für ein gesundes Wachstum.

Das Wohlergehen im Fokus
Welpen und junge Kätzchen bereichern ihre Umwelt. Wir sollten dabei aber nie ihre Bedürfnisse außer Acht lassen. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Kontrollen durch einen Tierarzt und unsere tägliche Fürsorge sollten sie begleiten, damit sie sich zu ausgewachsenen Persönlichkeiten entwickeln können.

Der ROYAL CANIN Beratungsdienst für Tierernährung, Verhalten und Diätetik: (zum Ortstarif) 0810 / 207-606 oder -601, Mo. bis Do. von 16.00–20.00 Uhr und Fr. von 9.00–13.00 Uhr für Fragen, Proben und Broschüren rund um Hund und Katz’! www.royal-canin.at

Die Österreichische Tierärztekammer empfiehlt allen Hunde- und KatzenbesitzerInnen eine regelmäßige Vorsorge sowohl gegen Endo- als auch Ektoparasiten bei ihren Tieren.
Diese Prophylaxe dient nicht nur der Gesunderhaltung der Haustiere, vielmehr handelt es sich bei einer Vielzahl dieser Parasiten um ebenso auf den Menschen übertragbarer Überträger bzw. Erreger von Krankheiten, somit um eine Zoonose.
Bezüglich aller weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an ihren Tierarzt / Tierärztin ihres Vertrauens.
Dr. Walter Holzhacker
Präsident der Österreichischen Tierärztekammer


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