31. März 2009 09:43

Ungesund 

Wir essen zu viele "schlechte" Fette

Konsumenten haben laut Unilever-Studie Aufklärungsbedarf. Nur wenige wissen über mehrfach ungesättigte Fettsäuren Bescheid.

Wir essen zu viele "schlechte" Fette
© sxc

Die österreichischen Konsumenten nehmen jährlich zu viel Fett und gleichzeitig zu viele gesättigte Fettsäuren zu sich. Sie sehen sich widersprüchlichen Ernährungsempfehlungen ausgesetzt und sind sich der Bedeutung von Fett für den Körper nicht ausreichend bewusst. Das ist das Ergebnis einer Unilever Konsumentenstudie.

Pflanzliche oder tierische Fette?
Laut der Konsumentenstudie ist der überwiegenden Mehrheit der Befragten (90 Prozent) zwar bewusst, dass pflanzliche Fette gesünder als tierische sind. Jedoch wissen nur wenige über mehrfach ungesättigte Fettsäuren und ihre cholesterinsenkende Wirkung Bescheid.

Gute und schlechte Fettsäuren
Grundlage für die Studie war eine einwöchige im Jänner durchgeführte Befragung von 500 haushaltsführenden Personen ab 18 Jahren. Nahezu alle Teilnehmer (97 Prozent) waren der Meinung, dass sie ihre Gesundheit über ihre Ernährung beeinflussen können. Dass der Körper einige Fette nur durch Essen erhält, wussten 86 Prozent. Hingegen war aber nur 25 Prozent bekannt, dass täglich 30 Prozent ihrer Ernährung aus Fett bestehen soll. Geht es dann um die verschiedenen Arten und die Unterscheidung von "guten" und "schlechten" Fettsäuren, so fühlen sich 58 Prozent verwirrt und sagen, dass es zu viele widersprüchliche Informationen und Empfehlungen gibt. 62 Prozent der Befragten haben zwar schon einmal etwas von essenziellen Fettsäuren gehört, aber nur 27 Prozent konnten den Begriff auch erklären.

So sieht Ihr Tagesbedarf aus
Je nach körperlicher Aktivität soll der Mensch zwischen 30 und 35 Prozent Fett zu sich nehmen, so Ibrahim Elmadfa, Vorstand des Instituts für Ernährungswissenschaften der Universität Wien. Dieser Tagesbedarf soll sich aus nicht mehr als zehn Prozent gesättigten, sieben bis zehn Prozent mehrfach ungesättigten und weniger als ein Prozent Trans-Fettsäuren zusammensetzen. Der übrige Energiebedarf kann mit einfach ungesättigten Fettsäuren erfüllt werden. Neben dem Überschuss an "schlechten" Fetten essen die Österreicher aber auch beinahe ausreichend "gute". Elmadfa: "Eine Verbesserung wäre wünschenswert, um verstärkt Herz- und Gefäßerkrankungen vorzubeugen."


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |