21. August 2007 12:09

Gesundheitszustand 

Wir fühlen uns gesund - sind es aber nicht

75 Prozent geht es "sehr gut", dabei kämpfen die meisten mit Alltagswehwehchen und chronischen Krankheiten.

Wir fühlen uns gesund - sind es aber nicht
© buenos dias

Die Österreicher - ein Volk von Raunzern und Zauderern? Keine Spur. Laut einer aktuellen Untersuchung der Statistik Austria fühlen sich 75,5 Prozent der Alpenrepublikaner "sehr gut" oder zumindest "gut". Dabei widerlegt ebendiese Studie genau dieses Empfinden. Denn die meisten kämpfen mit jeder Menge Alltagswehwehchen und chronischen Krankheiten. Die Top 3 des Beschwerde-Rankings: Kreuzschmerzen, Bluthochdruck und Allergien.

Kreuzschmerzen, Bluthochdruck und Allergien
Mehr als 15.000 Personen haben die Mitarbeiter der Statistik Austria im Auftrag des Gesundheitsministeriums von März 2006 bis Februar 2007 befragt. Das verblüffende Ergebnis: Drei Viertel der Österreicher geht es - subjektiv gesehen - sehr gut. Die erhobenen Daten beweisen jedoch das genaue Gegenteil: 2,3 Mio. Menschen im Alter über 15 Jahren leiden unter Wirbelsäulenbeschwerden, 1,3 Mio. haben hohen Blutdruck, 1,1 Mio. kämpfen ständig mit Allergien, je knapp über eine Mio. Menschen klagen über Gelenkserkrankungen sowie Kopfschmerzen bzw. Migräne, fast 400.000 haben Diabetes.

Getrübte Wahrnehmung der Österreicher
Die offenbar etwas getrübte Wahrnehmung der Betroffenen führt dazu, dass das Leben weiter in vollen Zügen genossen wird. Laut Statistik steigt der Anteil der Fettleibigen an der Bevölkerung weiter. Zwölf Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen in Österreich sind den Definitionen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge "adipös". Der Anteil der stark Übergewichtigen Menschen ist seit 1999 deutlich gestiegen (plus vier Prozentpunkte). Auch punkto Nikotinkonsum ist kein Umdenken zu erkennen: 1,6 Mio. Österreicher rauchen täglich, besonders immer mehr Frauen und Jugendliche greifen regelmäßig zum Glimmstängel.

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Falsche Ernährung, Rauchen und Bewegungsmangel
"Die Ergebnisse zeigen Tendenzen der Entwicklung typischer Zivilisationskrankheiten. Das ist eine große Herausforderung für die Gesundheitspolitik", resümierte Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky (V) am Dienstag im Rahmen der Präsentation des Berichts. Ursachen für den nicht allzu beeindruckenden Gesundheitszustand der Österreicher seien falsche Ernährung, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel. Die Studie bestätigt: Lediglich 32 Prozent der Männer und nur 23 Prozent der Frauen betreiben regelmäßig Sport.

Infografik für chronische Krankheiten
070821-Gesundheitszustand der Österreicher =


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