06. April 2010 10:01

Erinnerungen 

Wörter können Schmerzen auslösen

Ständiges Sprechen über Schmerzen könnte Beschwerden verschlimmern.

Wörter können Schmerzen auslösen
© sxc

Erinnerungen an schmerzhafte Reize können das Schmerzgedächtnis aktivieren. Aber auch bestimmte Wörter steigern die Schmerzsensibilität, wie Psychologen der Universität Jena nachwiesen.

Untersuchung
Die Forscher prüften in ihrer Studie, wie gesunde Probanden Worte verarbeiten, die mit dem Empfinden von Schmerz assoziiert sind. Tatsächlich aktivierten schon Begriffe wie "quälend", "zermürbend" oder "plagend" Schmerzareale im Gehirn, wie Untersuchungen mit der funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) zeigten.

Andere negativ besetzte Worte wie etwa "eklig" oder "dreckig" hatten keine solchen Auswirkungen. "Diese Befunde zeigen, dass allein schon Worte unser Schmerzgedächtnis aktivieren können", sagt Studienleiter Thomas Weiß. "Verbalen Reizen kommt eine bisher unterschätzte Bedeutung zu."

Schmerzen verstärkt
Dies könnte nach Angaben der Universität Auswirkungen für Patienten mit chronischen Schmerzen haben, die häufig mit ihrem Arzt, einem Physiotherapeuten oder Freunden über ihre Beschwerden sprechen. Möglicherweise erhöhen diese Gespräche die Aktivität der Schmerzmatrix im Gehirn und verstärken so die empfundenen Schmerzen.


Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |