20. August 2010 09:21

Mundgesundheit 

Im September wird Österreich kariesfrei

Österreicher bevorzugen Handzahnbürsten, wechseln diese aber viel zu selten.

Im September wird Österreich kariesfrei
© sxc

Anlässlich des Monats der Mundgesundheit, der in Österreich alljährlich im September begangen wird, stellten Zahnärztekammer, Gesundheitsministerium und die Ergebnisse einer GfK Online-Umfrage vor. In der Alpenrepublik liegt weiterhin die stinknormale Handzahnbürste vorne - mit einem Verbrauch von zwei Stück pro Jahr wird diese allerdings viel zu selten gewechselt.

Zahnputz-Gewohnheiten
"Mach mit! Österreich wird kariesfrei" lautet das Motto des Monats der Mundgesundheit, der heuer zum siebten Mal ausgerufen wurde. Partner der Aktion sind das Bundesministerium für Gesundheit, die Österreichische Gesellschaft für Parodontologie, die Österreichische Zahnärztekammer und rund 3.000 heimische Zahnärzte. 2.000 Personen ab 15 Jahren wurden im Rahmen der Internet-Untersuchung zu ihren Zahnputz-Gewohnheiten befragt.

Normale Zahnbürste
Mehr als die Hälfte der Befragten gab demnach an, ausschließlich oder überwiegend die herkömmliche Bürste heranzuziehen, mehr als ein Drittel (37 Prozent) putzt nur mit der Elektro-Bürste. 65 Prozent verwenden Borsten mittlerer Stärke, nur 17 Prozent die von Fachleuten empfohlenen weichen. Meist abgeraten wird vom Gebrauch harter Bürsten, die 11 Prozent bevorzugen. Sie bringen nicht nur keine gründlicheren Ergebnisse, sondern schaden oft mehr als sie nützen, weil sie Zahnschmelz und -fleisch verletzen und irritieren können. Meist genügt in Sachen Borsten die weiche oder mittlere Stärke völlig, um eine gründliche Reinigung zu erzielen.

Jahreszeitenwechsel = Zahnbürstenwechsel
Experten empfehlen, sich am Motto "Jahreszeitenwechsel = Zahnbürstenwechsel" zu orientieren und das Utensil mindestens viermal jährlich auszutauschen. Zahnbürsten sind ein Tummelplatz für Keime und Bakterien - die sich im feuchten Badezimmer besonders wohl fühlen und rasch noch zusätzlich vermehren. Nach Infektionskrankheiten sollte die Bürste auf jeden Fall entsorgt werden.

Prävention und Information
"Mundgesundheit ist ein wichtiges Gesundheitsziel", betonte Stöger und verwies darauf, dass es "ganz, ganz wichtig" sei, "mit wenigen Mitteln viel zu erreichen". Gerade in Sachen Mundgesundheit sei dies durchaus möglich, und zwar mit Prävention und Information. Daher beginne man bereits bei den Ungeborenen: schon in der Schwangerschaft wird Müttern der richtige Zugang zur Mundgesundheit vermittelt.

Bezüglich Mundgesundheit ist in Österreich ein West-Ost-Gefälle festzustellen, was auch mit dem besseren Ernährungsverhalten der Vorarlberger und Tiroler zu erklären ist. Tirol gilt in diesem Zusammenhang als Vorreiter, nicht zuletzt deshalb, weil dort das Mundgesundheits-Kompetenz-Center beheimatet ist.


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