13. April 2010 08:24

Mundhygiene 

Zahnlücken erhöhen Herzinfarkt-Risiko

Studie sieht Zusammenhang zwischen Mundhygiene und Herzproblemen.

Zahnlücken erhöhen Herzinfarkt-Risiko
© sxc

Menschen mit Zahnlücken haben einer Studie zufolge ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko. "Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und besonders Erkrankungen der Herzkranzgefäße, hängen eng mit der Zahl der Zähne zusammen", sagte der schwedische Wissenschafter Anders Holmlund. Ein Mensch, der nur noch weniger als zehn eigene Zähne im Mund hat, hat demnach ein siebenmal höheres Risiko, an einem Herzproblem zu sterben als ein gleichaltriger Mensch mit vollem Gebiss.

Anzahl der Zähne
In den vergangenen Jahren wiesen mehrere Studien bereits einen Zusammenhang zwischen Zahnhygiene und Herzkrankheiten nach, Holmlunds Untersuchung stellt aber als erste eine Verbindung mit der Zahl der Zähne her. Erreger könnten bei Infektionen im Mundraum in den Blutkreislauf gelangen und schließlich zu einer chronischen Entzündung führen, erklärte Holmlund den Zusammenhang. Dies sei wiederum ein Risikofaktor für Herzkrankheiten.

Untersuchung
Für die schwedische Studie waren über einen Zeitraum von durchschnittlich zwölf Jahren 7.674 Männer und Frauen beobachtet worden, die mehrheitlich an Zahnfleisch-Erkrankungen litten. Die Wissenschafter untersuchten dabei die Todesursache der 629 Menschen, die während der Untersuchung starben.


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