08. Juli 2010 09:01

Aufgedeckt! 

Die häufigsten Zeckenirrtümer

Zecken fallen nur von Bäumen und müssen mit Öl entfernt werden. Stimmt das?

Die häufigsten Zeckenirrtümer
© dpa

Im Sommer lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Gefahr durch die Spinnentiere droht vor allem von April bis September. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Das sind die häufigsten Irrtümer:

1. Zecken fallen nur von Bäumen
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.

2. Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen
Keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff! Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.

3. Zecken müssen sofort entfernt werden
Ruhe bewahren! Denn wenn Zecken zu abrupt von der Haut entfernt werden, können Teile ihres Körpers abreißen und zu Infektionen führen.

4. Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten
Infizierte Zecken gibt es überall. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen.


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