27. Mai 2010 10:51

FSME 

Zeckenbisse bei Hund und Katz - Was tun?

FSME, Borreliose und Babesiose: So schützen Sie Ihre Vierbeiner.

Zeckenbisse bei Hund und Katz - Was tun?
© sxc

Mit dem Frühlingserwachen hat leider auch wieder die Floh,- und Zeckensaison begonnen. Die Blutsauger können als Überträger von Krankheiten nicht nur dem Menschen, sondern auch Heimtieren gefährlich werden. „Auch in Österreich steigt die Zahl der Infektionen mit Borreliose, FSME und Babesiose“, warnt Johanna Stadler, Geschäftsführerin bei VIER PFOTEN und selbst Hundebesitzerin. Fachleute schätzen, dass mittlerweile jede dritte Zecke in Österreich Trägerin von Krankheitserregern ist.

"Hunde-Malaria"
Die Babesiose, auch „Hunde-Malaria“ genannt, wird durch die sogenannte Auwaldzecke übertragen. Erste Symptome sind Erschöpfung und Appetitlosigkeit, die sich bis zur Blutarmut (Anämie) mit Fieber und Lethargie steigern können. Im Verdachtsfall sollte sofort der Tierarzt aufgesucht werden – ohne Behandlung verläuft die Erkrankung tödlich!

FSME
Das gilt auch für die Gehirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis). Auch hier sind Schwäche und Schläfrigkeit erste Warnsignale, gefolgt von hohem Fieber und Krampfanfällen. Allerdings wird FSME meist nur bei immunschwachen Tieren diagnostiziert. Borreliose kann im Frühstadium durch eine Behandlung mit Antibiotika geheilt werden. Ohne Behandlung kommt es zu Fieberschüben, Müdigkeit und Gelenkentzündungen, die schließlich zu Lähmungen führen. Eine Impfung ist empfehlenswert, bietet jedoch leider keinen hundertprozentigen Schutz.

Tipps
Johanna Stadler rät: „Nach jedem Freilauf sollte der Körper von Hund und Katze gründlich untersucht werden. Entdeckte Zecken sind sofort zu entfernen. Darüber hinaus schützen „Spot-on“-Präparate vom Tierarzt. Sie werden in den Nacken geträufelt, das Tier kann sie nicht ablecken. Es gibt Präparate, die sowohl abwehrend als auch abtötend gegen Zecken wirken.“ Vorsicht ist bei dem Wirkstoff „Permethrin“ geboten: Während Hunde das Präparat sehr gut vertragen, ist es für Katzen giftig. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung genau und behandeln Sie Hunde und Katzen nicht mit dem gleichen Mittel.


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