17. Jänner 2008 15:30

Doping 

ARD-Moderator entschuldigte sich

Doping: ARD-Moderator Antwerpes entschuldigte sich vor laufender Kamera für die Doping-Berichterstattung seines Senders entschuldigt.

ARD-Moderator entschuldigte sich
© ARD

Ein ARD-Mitarbeiter hat sich am Donnerstag in unerwarteter Weise von der eigenen Berichterstattung distanziert und für die Veröffentlichung von Doping-Vorwürfen gegen deutsche Wintersportler entschuldigt. "Es ist nicht vertretbar und mit unserer Berufsauffassung nicht vereinbar, wenn solche Pauschalverdächtigungen erhoben werden, ohne dafür belegbare und nachprüfbare Fakten zu haben", sagte Moderator Michael Antwerpes vor Beginn der Übertragung vom Biathlon-Weltcup in Antholz.

Antwerpes kritisierte damit den eigenen Sender, der zwei Tage zuvor mit seinen Doping-Anschuldigungen gegen insgesamt 30 namentlich zum Großteil nicht genannte Athleten für Aufsehen gesorgt hatte. Sie alle sollen laut ARD-Berichten im Umfeld des Wiener Instituts Humanplasma Blutdoping betrieben haben. Der Deutsche Ski-Verband (DSV) hat bereits rechtliche Schritte gegen den Sender eingeleitet. Namentlich waren nur die vier Radprofis Michael Rasmussen (DEN) und Denis Mentschow (RUS) sowie die bereits zurückgetretenen Michael Boogerd (NED/alle bis 2007 im Team Rabobank) und Georg Totschnig genannt worden.




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