13. Februar 2009 16:04

Bankenkrise 

Attac zieht Bankern die Hose aus

Mit einem bundesweit laufenden Kinospot thematisiert Attac die Finanzkrise und meint, deren Verursacher sind nicht lernfähig.

Attac zieht Bankern die Hose aus
© Attac

"Bad Banks" unter diesem Motto steht ein von der NGO Attac Österreich initiierter Kinospot, der mit mehr als 40 Kopien bundesweit zu sehen ist. Tatort-Regisseur Thomas Bohn hat den Film mit dem Titel "Ihr Bestes" entwickelt. Der Film wirkt zunächst wie der Werbespot einer Bank. Schnell wird deutlich, dass mit der Bank und ihren Mitarbeitern einiges nicht in Ordnung ist.

Eine alltägliche Beratungssituation in einer Bank entwickelt sich zur Groteske. Denn die Banker sind nur in der oberen Körperregion seriös gekleidet. Erhebt sich einer von seinem Sessel, zeigt er sich ohne Beinkleid.

„Der Film zeigt, dass es nicht reicht, auf die Lernfähigkeit der Verursacher der Krise zu vertrauen. Sie werden ohne effektive globale Regulierungen weiter die riskante Jagd nach schnellem Profit fortsetzen. Die Kosten trägt die Allgemeinheit. Die nächste schwere Finanzkrise ist so nur eine Frage der Zeit. Mit der Bankenrettung müssen daher strenge Auflagen verbunden sein“, sagt Attac-Finanzmarktexperte Christian Schoder.

Dependancen in Steueroasen aufgeben
Attac fordert, dass gerettete Banken ihre Niederlassungen in Steueroasen schließen müssen. „Es ist nicht einzusehen, dass dem Staat durch die Aktivitäten in Steueroasen bis zu zwei Milliarden Euro verloren gehen, während Ex-Banker im Finanzministerium großzügig die Bankenhilfe verhandeln.“




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