05. Mai 2008 16:47

ProSieben 

De Posch muss gehen, Bartl übernimmt

Andreas Bartl führt künftig die vier deutschen Sender der ProSiebenSat.1-Gruppe.

De Posch muss gehen, Bartl übernimmt
© ProSiebenSat.1-Gruppe

Neuer Managing Director für die Sender ProSieben, Sat.1, kabel eins und N24. Andreas Bartl wurde mit sofortiger Wirkung zum Gesamtverantwortlichen für die Free-TV-Sender der Unternehmensgruppe in Deutschland bestellt. Bartl übernimmt die Agenden von Guillaume de Posch, dem bisherigen Vorstandsvorsitzenden der Unternehmens-Gruppe.

Unter Bartls Leitung soll die Position der vier Sender im Zuschauermarkt weiter ausgebaut und der Rückgang bei den Werbeeinnahmen gebremst werden. Außerdem soll es auch eine bessere Vernetzung der Senderfamilie im Programmsegment geben. Gleichzeitig soll durch die Zentralisierung auch die plattform-übergreifende Verwertung von Programminhalten verstärkt werden.

Neuer Chef für ProSieben
Der 45-Jährige war bisher Geschäftsführer des Senders ProSieben. Seine Nachfolge dort tritt sein bisheriger Stellvertreter Thilo Proff an. Unterstützt werden soll Bartl durch sogenannte "Content Manager" für Fiction, Infotainment und Magazine sowie Unterhaltung.

Ende April hatte ProSiebenSat.1 überraschend massive Probleme beim Verkauf von Werbezeiten eingeräumt, schon zu Jahresbeginn war der Deutschlands größte TV-Gruppe in die roten Zahlen gerutscht. Vorstandschef Guillaume de Posch machte dafür vor allem die Quotenschwäche von Sat.1 im vergangenen Jahr sowie ein neues Werbe-Vermarktungssystem verantwortlich. Marketing- & sales-Vorstand Peter Christmann hatte deswegen erst vor wenigen Tagen den Hut genommen.

ProSiebenSat.1 hatte im vergangenen Jahr die europäische Sendergruppe SBS übernommen. SBS gehörte den Eignern von ProSiebenSat.1, den Beteiligungsgesellschaften KKR und Permira.




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