17. September 2007 10:22

Fernseh-Markt 

Deutschlands Angst vor neuer TV-Gebühr

Die Deutschen bezahlen mehr als sieben Milliarden Euro an Fernseh-Gebühren - nach dem Erfolg von ARD und ZDF vor dem Verfassungsgericht könnten die Gebühren massiv steigen.

Deutschlands Angst vor neuer TV-Gebühr
© sxc

ARD und ZDF feierten vor wenigen Tagen im Streit um die Höhe der Fernseh-Gebühren in Deutschland einen Erfolg vor dem Deutsche Bundesverfassungsgericht. Jetzt könnten nicht nur die TV-Gebühren steigen, sondern das ganze System ins Wanken kommen.

Schon im kommenden Monat könnten die Ministerpräsidenten der 16 deutschen Bundesländer das Gebührensystem für ARD und ZDF von Grund auf reformieren. Eine politische Diskussion dazu läuft schon länger, das nunmehrige Urteil könnte die Entscheidung beschleunigen.

Neue Gebührenmodelle

Grundsätzlich werden vier Modelle diskutiert:

  • Bei der sogenannten Kopfsteuer wird für jede in einem Haushalt lebende Person ein bestimmter Betrag als TV-Gebühr eingehoben. Derzeit wird dafür eine Betrag zwischen neun und
  • Hinter dem Modell einer eigenen TV-Steuer verbirgt sich eine TV-Gebühr, die über höhere allgemeine Steuern wie zum Beispiel die Umsatzsteuer oder Einkommenssteuer eingehoben wird.
  • Die Medien- und Haushaltsabgabe sieht einen bestimmten Betrag für jeden Haushalt vor, unabhängig von Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und der Geräte.
  • Die Reform des bestehenden Models sieht eine Vereinfachung des bestehenden Gebührensystems vor. Dabei würde beispielsweise eine Trennung der Fernsehgebühren für Geräte im Haus und Autoradios aufgehoben.

Mit dem Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht hatten ARD und ZDF eine von den Länderchefs vorgenommene Reduktion der zuletzt durch die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) beschlossenen Gebührenerhöhung bekämpft. Die KEK hatte eine TV-Gebührenerhöhung von 1,09 Euro genehmigt. Die Konferenz der Ministerpräsidenten hatte diese auf 88 Cent reduziert.




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