28. Jänner 2008 11:36

Tv-Satire 

"Die 4 da" geht ohne Milde weiter

ORF-Satire-Comedy "Die 4 da" geht "ohne Milde" in die zweite Runde, Florian Scheuba will keine "klogehfreundliche" Comedy machen.

"Die 4 da" geht ohne Milde weiter
© ORF

Die ORF-Satire-Reihe "Die 4 da" geht mit gleicher Besetzung und neuem Regisseur in die zweite Runde. Erwin Steinhauer, Thomas Maurer, Florian Scheuba und Rupert Henning - letzterer diesmal auch auf dem Regiesessel - machen sich ab 7. Februar wieder an die "Entstellung der heimischen Realitäten bis zur totalen Kenntlichkeit". "Milder wird's nicht", versprach Florian Scheuba im Gespräch mit der APA über die Comedy-Sendung, deren erste Staffel von Kritikern mit Attributen wie "böse", "respektlos" und "scharfzüngig" bedacht wurde.

Seitenhiebe auf ORF
Auf Seitenhiebe gefasst machen darf sich der ORF ("Die erste Casting-Show, die es ausnahmsweise noch auf keinem anderen Sender gegeben hat") wie manch reicher Investor - etwa "der Banker Ludwig Julius Mohr XVI." und "Martin Schlick, der geheimnisumwitterte österreichische Oligarch". Letzterer, verrät Scheuba, gibt in der dritten Folge Aufschluss über das Sammeln von Menschen, insbesondere über das dabei zu berücksichtigende Preis-Leistungs-Verhältnis. Weitere klingenden Namen aus der neuen Staffel: VDU - "Veitstanz der Untoten" und der "Verein der Freude an der Wiener Polizei".

Basiskonzept bleibt
Am Basiskonzept haben die gemeinsamen Textschreiber Scheuba, Maurer und Henning nichts geändert: In jeder Folge geht es um ein anderes Thema, jedes Mal werden komplett neue Figuren eingeführt und unterschiedliche Stilrichtungen eingeschlagen. Die kontinuierlichen Änderungen seien bewusst gewählt. Damit unterscheide man sich auch vom Gros der Comedy-Formate, die "immer klogehfreundlicher" werden. "Man ist fünf Minuten weg und hat immer noch nichts versäumt", erklärt Scheuba.

Henning führt statt Schalko Regie
Geändert hat sich die Regie: David Schalko, diesbezüglich verantwortlich in der ersten Staffel, sei nach der Gründung einer eigenen Drehfirma dazu zeitlich nicht mehr in der Lage gewesen. Rupert Henning übernimmt den Part und ist damit in der Triple-Rolle als Autor, Schauspieler und Regisseur für das Projekt im Einsatz, woraus durchaus Synergieeffekte entstehen können, so Scheuba, der mit dem Team mitten in den Dreharbeiten steht.

Nur 25 Drehtage
Rationelles Arbeiten ist in diesem Fall ohnehin gefragt: Für die neun neuen Folgen stehen gerade einmal 25 Drehtage zur Verfügung. Zum Budget gibt es keine Auskunft, außer, dass es "geringfügig mehr als bei der ersten Staffel" war. Zum Auftakt stehen ein "Wie alles begann" (7. Februar) und eine Rückschau auf die erste sowie eine Vorschau auf die zweite Staffel (14. Februar) auf dem Programm.

Darstellersuche in einem Casting
Die neuen Folgen starten ab 21. Februar jeweils donnerstags um ca. 21.55 Uhr auf ORF1, dem Platz von "Wir sind Kaiser", das mit seinem Protagonisten Robert Palfrader bis Herbst in Baby- und Theaterpause geht. In der ersten Folge geht es übrigens um den sprichwörtlichen "kleinen Mann". Der kleinste Vertreter dieser Spezies, auf die sich Politiker und Medien so gern berufen, wird in einer Casting-Show ermittelt.




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