17. August 2007 09:45

Premiere-Offensive 

Die Ziele von Neo-Chef Börnicke

Deutscher Bezahlsender will unter neuer Führung verlorene Abonnenten zurückgewinnen. Langfristige Kooperation mit deutscher Bundesliga soll Rendite steigern.

Die Ziele von Neo-Chef Börnicke
© Premiere

Michael Börnicke geht seinen neuen Job mit ehrgeizigen Zielen an. Der Neo-Boss des deutschen Bezahlfernsehsenders Premiere will die Rendite des Medienunternehmens bis 2010 auf 20 bis 30 Prozent steigern – derzeit liegt sie bei knapp zehn Prozent. "Mit einer stabilen Führung sind Margen in diesem Bereich möglich“, so der frühere Premiere-Finanzvorstand und langjährige Weggefährte des am Montag überraschend zurückgetretenen Ex-Senderchefs Georg Kofler.

Knackpunkt Bundesliga
Zur Erreichung seiner Ziele legt Börnicke oberste Priorität auf eine langfristige Kooperation mit der deutschen Fußball-Bundesliga. "Ich werde alles tun, damit wir die Rechte für die Saison 2009/2010 bekommen“, stellt Börnicke klar. Ende 2005 hatte Premiere die Übertragungsrechte an der deutschen Liga an Arena verloren. Erst vor wenigen Wochen kaufte man sie in Form einer Sublizenz von Arena bis 2009 zurück. Bis Jahresende soll die Premiere-Abonnentenzahl auf vier Millionen steigen und damit das Niveau von vor dem Liga-Verlust erreichen.

Übernahmegerüchte
Spekulationen, der französische Vivendi-Konzern wolle Premiere übernehmen, wies Börnicke zurück. "Hätte Vivendi bei uns angerufen, hätte ich den Hörer abgenommen“, sagte der 46-jährige Finanzexperte der "Financial Times Deutschland". Grundsätzlich sei er jedoch offen für den Einstieg neuer Investoren.

Angela Sellner in ÖSTERREICH (17. August 2007)




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