28. Juli 2008 12:19

Werbekonjunktur 

EURO sorgte für Werbeminus

Der EURO-Monat Juni brachte fast allen Medien große Werbeeinbußen, in Summe nur 0,3 Prozent Werbewachstum.

EURO sorgte für Werbeminus
© Focus

Die großen Verlierer der Fußballeuropameisterschaft sind die heimischen Medien - in punkto Werbeeinnahmen war das Fußball-Event großteils ein Verlustgeschäft. Der EURO-Monat Juni brachte mit nur 0,3 Prozent das geringste Werbewachstum des bisherigen Jahres. Fast alle klassischen Medien mussten Werbeeinbußen hinnehmen, lediglich das ORF-Fernsehen, das die Rechte für die EM hatte, konnte gegenüber dem Vorjahr ein geringes Wachstum vom 2,5 Prozent verzeichnen, wie aus der am Montag veröffentlichten Focus-Werbebilanz hervorgeht.

Kino und Privatradios verlieren
Ebenfalls eine positive Bilanz konnten Illustrierte und Magazine mit einem Plus von 10,4 Prozent ziehen. Größte Verlierer waren Kino und Privatradios, die gegenüber dem Vorjahr 25 beziehungsweise 20 Prozent weniger Werbegeld lukrieren konnten. Auch die Außenwerbung, sprich Plakate, konnten von der EURO nicht profitieren. Sie verzeichnete ein Minus von 13,3 Prozent. Hörfunk ging um 11,3 Prozent zurück und die privaten Fernsehsender bilanzierten mit minus 4,2 Prozent.

Onlinesektor ohne Negativtrend
Auch die Presse verlor im EURO-Monat: Alle Printprodukte zusammen verzeichneten ein Minus von 1,1 Prozent, größte Verlierer waren die regionalen Wochenzeitungen mit 10,6 Prozent minus. Am Onlinesektor ging der Negativtrend vorüber: Hier wurde ein Plus von mehr als 55 Prozent gemeldet, die Investitionen lagen bei 8,7 Millionen Euro. In Summe beliefen sich die Werbeausgaben im Juni auf 256,9 Millionen Euro - im Juni 2007 waren es 256,1 Millionen.




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