19. August 2008 17:38

TV-Duelle 

Entscheidend für Nationalratswahl

Die Erzrivalen Strache und Haider eröffnen diese Woche mit den TV-Duellen die heiße Wahlkampf-Phase. Die Sendung wird wahlentscheidend.

Entscheidend für Nationalratswahl
© ORF

Am Freitag startet um 21.15 Uhr in ORF 2 Moderatorin Ingrid Thurnher eine der entscheidenden Phasen des Wahlkampfes: die ORF-TV-Duelle. 31 Prozent der Österreicher richten laut Gallup-Umfrage ihre Wahlentscheidung danach aus. Im Interview mit ­ÖSTERREICH kündigt sie an: „Wenn der Wahlkampf sehr kurz ist wie diesmal, dann werden es die Parteien sehr schwer haben, direkten Kontakt herzustellen – niemand kann auf fünf Kirtagen gleichzeitig tanzen. So denke ich, dass die TV-Konfrontationen sehr wichtig für den Wahlausgang sein werden und schließe mich hier den Einschätzungen der Politologen an.“

Strache gegen Haider
Gleich zu Beginn treten die Erzrivalen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und BZÖ-Chef Jörg Haider gegeneinander an. Thurnher: „Der Umgang der beiden miteinander ist ja nicht unwichtig. Wenn die beiden rein theoretisch gedacht in einer Koalition zusammen wären, dann muss man schon wissen, wie die beiden miteinander umgehen.“

Faymann top
Eine aktuelle Umfrage des Gallup-Insituts für ­ÖSTERREICH zeigt, welche Spitzenkandidaten im Bild der Österreicher bei den TV-Duellen am besten abschneiden. SPÖ-Chef Werner Faymann führt hier klar mit 27 Prozent, gefolgt von ÖVP-Chef Wilhelm Molterer mit 14 Prozent. Jörg Haider liegt mit 12 Prozent klar vor Strache mit 8 Prozent. Schlusslicht wird laut Meinung der Österreicher Grünen-Chef Alexander Van der Bellen sein.

ÖSTERREICH: Was sind die wichtigsten Wahlthemen?

Ingrid Thurnher: Im Fokus steht neben der Teuerung zum Beispiel die Gesundheit. Auch das Thema Schule könnte neben vielen anderen eines sein, das sicher nicht vom Tisch gewischt werden kann, nur weil es noch niemand am Wahlplakat hat.

ÖSTERREICH: Wie bereiten Sie sich auf die Sendungen vor?

Thurnher: Wir lesen alle Interviews, sehen uns auch vergangene TV-Duelle an.

Markus Wolschlager in ÖSTERREICH




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