10. Oktober 2007 18:00

Budget-Loch 

Im ORF-Finanzplan fehlen 45 Millionen

Ausgaben des TV-Konzerns steigen stärker als Einnahmen. General plant Sparkurs.

Im ORF-Finanzplan fehlen 45 Millionen
© APA

Die Finanzen stehen im Mittelpunkt der Sitzung des ORF-Stiftungsrates am Donnerstag. Wegen der sinkenden Quoten liegen die Werbeeinnahmen im ersten Halbjahr 2007 unter jenen des Vorjahres. Die 465,3 Millionen Euro Halbjahresumsatz bedeuten zwar ein Plus von 5,2 Millionen Euro. Doch auch diese Tatsache kann das Loch im ORF nicht ausgleichen. Alexander Wrabetz und sein Team überschreiten den Budgetplan des TV-Senders 2007 voraussichtlich um satte 45 Millionen Euro.

Sparprogramm
Einnahmen des Gesamtkonzerns, etwa aus der Technik-Tochter ORS oder der Finanzerträge, sollen dies teilweise kompensieren. Für 2008 gibt Wrabetz die Parole einer massiven Kostenreduktion aus. 30 bis 40 Millionen Euro sollen eingespart werden.

Schon jetzt liegen beim ORF halbfertig produzierte Filme aus Kostengründen auf Halde. Zahlreiche Projekte können nicht umgesetzt werden. Stiftungsrat Heinz Lederer regt daher eine intensive Diskussion zwischen ORF, Filmwirtschaft und Politik über neue Finanzierungen an.

Außerdem Thema im Stiftungsrat: Die Gebührenhoheit, welche die ÖVP weg vom ORF und seinem Aufsichtsgremium hin zu einer neuen Medienbehörde verlagern will.

ÖSTERREICH (11. Oktober 2007)




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