15. Februar 2008 17:02

Schwarzseher 

Immer mehr Österreicher zahlen ORF-Gebühr

Der ORF nahm 2007 mehr als 682 Millionen Euro an Gebühren ein.

Immer mehr Österreicher zahlen ORF-Gebühr
© ORF

Der Österreicher als fleißiger Gebührenzahler, dieses Bild trifft auch auf den Bereich Rundfunk zu. Mit einem Anteil von rund 2,5 Prozent an Schwarzsehern liegt die Nation deutlich unter dem europaweiten Schnitt von sieben Prozent, berichtete die GIS (Gebühren Info Service GmbH), die die ORF-Gebühren einhebt am Freitag via Aussendung. 3.354.226 Rundfunkteilnehmer waren mit Ende 2007 bei der GIS registriert, fast 50.000 mehr als im Jahr davor. Für die Gebührenempfänger - ORF (rund 66 Prozent), Bund und Länder (34 Prozent) - schaute ein Plus von 14,5 Mio. Euro raus.

Gebührenmillionen
Das gesamte Transaktionsvolumen der Rundfunkgebühren betrug 2007 682,5 Mio. Euro, 2006 waren es 668 Mio. Euro. 314.183 Rundfunkteilnehmer brauchten aufgrund einer Gebührenbefreiung nichts zu bezahlen, was einem geringfügigen Rückgang gegenüber 2006 (321.117) entspricht. Von den etwa 243 Euro, die im Jahr 2007 pro Teilnehmer eingehoben wurden, gingen rund 180 an den ORF. Laut einer Untersuchung durch die Broadcasting Fee Association (BFA), bei der die tatsächlich an die einzelnen Sendeanstalten entrichteten Finanzen aufgelistet werden, liege Österreich damit im europaweiten Vergleich (inklusive Israel und Südafrika) "im Mittelfeld", heißt es aus dem ORF.

Informieren statt Kontrollieren
Die niedrige Schwarzseherquote führt man bei der für die Gebühreneinhebung zuständigen GIS auf die seit einigen Jahren forcierten medialen Informationskampagnen und die Ansprache nicht gemeldeter Haushalte zurück. Die Devise "Informieren statt Kontrollieren", habe Wirkung gezeigt. 2000 lag die Schwarzseherquote in Österreich noch bei 16 Prozent. 2007 wurden über 400.000 Informationsschreiben versandt. Bewusstseinsschärfende Wirkung dürfte dabei aber auch 125 Außenmitarbeitern zukommen, die österreichweit bei nicht gemeldeten Standorten an die Tür klopfen.

Auch heuer sollen wieder rund 200.000 Neuanmeldungen lukriert werde. Damit will Jürgen Menedetter, Geschäftsführer der GIS "die rund 140.000 Abmeldungen, die primär durch Wohnungswechsel begründet sind" ausgleichen. Der Umsatz der GIS betrug im vergangenen Jahr 36,3 Mio. Euro (2006: 35 Mio.) Insgesamt werden 191 Mitarbeiter an den Standorten Wien, Linz, Graz, Klagenfurt und Innsbruck (exkl. 125 freiberufliche Außendienstmitarbeiter) beschäftigt.




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