24. August 2007 12:09

TV-Satire-Krieg 

Jetzt schlagen die Schweizer zurück

Nach dem Schweiz-Schwerpunkt in "Willkommen Österreich" starten die Eidgenossen jetzt eine Witz-Offensive gegen Österreich: Außerdem: Der Hund in der Pfanne war ein Reh!

Jetzt schlagen die Schweizer zurück
© ORF/Günther Pichlkostner

Die Schweiz reagiert mit einer Witz-Attacke auf die satirischen Schweiz-Betrachtungen in der jüngsten Folge von "Willkommen Österreich" (Donnerstag, ORF 1, 23.00 Uhr). "Gestern Nacht witzelte ein österreichisches Komiker-Duo über die Schweiz. Jetzt schiessen wir zurück", schreibt das Boulevard-Blatt "Blick" auf seiner Online-Plattform und fordert die Leser auf, die besten Österreicher-Witze einzusenden.

Das lassen wir uns nicht gefallen und sinnen auf Witz-Rache: Senden Sie uns die besten Witze über die Eidgenossen und ihr Land.

"Nachdem die beiden wortgewandten Scherzkekse zum Aufwärmen Natascha Kampusch samt Familie und Interviewer Feuerstein an den Karren fahren, feuern sie gegen die Schweiz", analysiert Blick Online die Sendung mit Christoph Grissemann und Dirk Stermann. Anmerkung: Lieber Schweizer Kollegen, den "Feuerstein" schreibt man "Feurstein"!! Aha, das habt ihr beim "Blick" wohl mittlerweile korrigiert.

Schurkenstaat und Drogen-Moloch
Die beiden hatten die Schweiz in ihrer Sendung unter anderem als "Schurkenstaat, Asylanten-Hölle, Drogen-Moloch und Korruptions-Kacke" bezeichnet. Das wollen sich die Schweizer nicht gefallen lassen. "Trotz Satire-Beschuss halte ich zum Züricher Platzspitz", schreibt "Blick Online"-Autor Raphael Diethelm.

"Warum soll die Schweiz mit uns die Euro 08 veranstalten? Kann man das noch verhindern?", fragten Stermann und Grissemann Österreichs Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka. Auch wenn der mit seinen Antworten dem Thema eher auswich, gefällt den Eidgenossen schon alleine die Frage nicht.

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Doch immerhin konnte Christian Schönenberger, stellvertretender Schweizer Botschafter in Österreich, noch während der Sendung im Namen der Schweiz, wacker dagegenhalten. Und wenigstens konnte er dafür sorgen, dass die beiden Sprücheklopfer "Gipfeli", "Zmorge" und "Birchermüesli" fehlerfrei buchstabierten.

Falscher Hund und echtes Reh
Der angekündigte Hund im Kochtopf war übrigens nicht einmal ein falscher Hase. Auch wenn "10 vor 10", die Spätnachrichten-Sendung des Schweizer Fernsehens von einem "echten Hasen" zu berichten wusste. Laut Auskunft des ORF handelte es sich um ein Reh. Das allerdings nach einem Schweizer Rezept für ein Hundgericht zubereitet wurde.

Mit 121.000 Zuschauern und einem Marktanteil von 13 Prozent schlugen sich Grissemann und Stermann quotentechnisch durchaus beachtlich.




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