03. Dezember 2008 17:16

Ostermayer sagt 

Keine Finanzspritze für den ORF

Der ORF wird bis auf weiteres keine Finanzspritze bekommen, erklärt der neue SPÖ-Staatssekretär Josef Ostermayer im Interview mit ÖSTERREICH.

Keine Finanzspritze für den ORF
© APA

"Im Koalitionsübereinkommen ist das nicht vorgesehen. Bisher konnten Verluste durch investierte Veranlagungen am Finanzmarkt ausgeglichen werden. Das hat sich durch die Finanzkrise verändert. Der ORF muss schauen, dass er das Kerngeschäft kostenmäßig in den Griff bekommt."

Und weiter: "Wenn sich die Situation des ORF dramatisch ändert, wird man natürlich reden müssen - aber vorgesehen ist es nicht. Auch der ORF muss wirtschaftlich arbeiten. Wir helfen dem ORF im Verfahren, das die EU-Kommission wegen der Rundfunkgebühren eingeleitet hat. In dieser Sache werde ich nächste Woche am 12. Dezember mit der Kommission verhandeln. Ich werde auch ein Gespräch mit dem ORF-Generaldirektor führen."

Ostermayer lässt auch mit Kritik an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz aufhorchen. Auf die Frage, ob diesem ein Vorwurf zu machen sei, sagt Ostermayer: "Unglücklich fand ich die Aussage: Jeder Bank wird das Geld nachgeworfen und dem ORF nicht. Dazu ist zu sagen: Das Geldgeschäft ist der Blutkreislauf der Wirtschaft - da mussten wir handeln." Eine Privatisierung eines ORF-Kanals sei in den Koalitionsverhandlungen "kein Thema" gewesen, so Ostermayer.




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