17. August 2007 10:05

Polit-Show 

Knalleffekt vor Sommergesprächen

Peter Westenthaler bleibt BZÖ-Chef: ORF-Informationsdirektor Elmar Oberhauser erwartete die Entscheidung erst im "ORF-Sommergespräch".

Knalleffekt vor Sommergesprächen
© ÖSTERREICH

ÖSTERREICH: Herr Oberhauser, die Diskussion um den Rücktritt von Peter Westenthaler beherrscht rechtzeitig zum Start der "Sommergespräche“ die Schlagzeilen.

Elmar Oberhauser: Darüber bin ich nicht wirklich unglücklich.

ÖSTERREICH: Was erwarten Sie sich von Peter Westenthaler?

Oberhauser: Ich werde ihn natürlich darauf drängen, dass er "Ja“ oder "Nein“ sagt. Nach der Diskussion der vergangenen Tage, hoffe ich, dass er seine Entscheidung im "Sommergespräch“ verrät.

ÖSTERREICH: Mit 50 Minuten Sendezeit sind die "Sommergespräche“ überraschend kurz angesetzt.

Oberhauser: Ich glaube, man kann auch in 50 Minuten sehr viel sagen. Wenn man will. 50 Minuten sind natürlich nicht ausufernd, das ist schon richtig, aber sie zwingen dafür zur Konzentration.

ÖSTERREICH: Sie haben die "Sommergespräche“ mit den Parteichefs bereits 1994 und 1998 geführt, wie empfinden Sie Ihre Rückkehr an den Moderatorentisch?

Oberhauser: Das sehe ich völlig undramatisch. Nachdem ich in der Vergangenheit einige Male "Im Zentrum" moderiert habe, werde ich auch die Sommergespräche über die Bühne bringen.

ÖSTERREICH: Sie sind bekannt für Ihren nachbohrenden Interviewstil, manche Zuschauer bezeichnen diesen sogar als ruppig, werden wir Sie wieder in diesem Stil erleben?

Oberhauser: Ich glaube nicht, dass ich mich in den vergangenen Jahren verändert habe.

ÖSTERREICH: Das heißt, Sie legen die Gespräche eher auf Konfrontation als auf Austausch an?

Oberhauser: Das wird sich aus dem Verlauf der einzelnen Gespräche ergeben. Beides muss möglich sein. Aber wir werden sicher nicht nur ein Thema nach dem anderen abhaken.

Das Interview mit Elmar Oberhauser führte Albert Sachs (ÖSTERREICH, 17. August 2007)




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