20. August 2007 09:19

Abrechnung 

Kofler-Attacke gegen TV-Gebühr

Georg Kofler attackiert die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender . TV-Manager kassierte für sein Premiere-Aktienpaket 23 Millionen Euro.

Kofler-Attacke gegen TV-Gebühr
© Premiere

Der scheidende Boss des deutschen Privatsenders Premiere, Georg Kofler, kritisiert noch einmal die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Diese seien, so Kofler, das größte Hemmnis für die Wachstumschancen der privaten TV-Sender. "Mit ihren Zwangsgebühren hebeln ARD und ZDF den Markt aus und überbieten die privaten Sender bei wichtigen Programmen“, sagt der 50-Jährige im Interview mit der deutschen "WirtschaftsWoche".

Verfilzung mit Politik
Die Vertreter der privaten Fernseh-Sender würden sich den Rahmenbedingungen nicht entschieden genug entgegenstellen, beklagt Kofler zudem: "Die Verfilzung zwischen Politik und öffentlich-rechtlichem System ist in der Tat schwer aufzubrechen.“

Kofler hatte Anfang der Woche überraschend bekannt gegeben, den Pay-TV-Sender Premiere mit Ende August verlassen zu wollen. Gleichzeitig gab Premiere bekannt, dass der Medien-Manager in der Vorwoche sein Aktienpaket für 23 Millionen Euro an der Börse veräußert hatte. In Zukunft will sich Georg Kofler neuen Projekten außerhalb der Fernsehwelt widmen.

ÖSTERREICH (19. August 2007)




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