10. Dezember 2007 16:57

Schuldenberg 

Lohnerhöhungen und Sportrechte wackeln

Dem ORF fehlen bis zum Jahr 2010 enorme 120 Millionen Euro. Das Mega-Sparprogramm hier im Detail.

Lohnerhöhungen und Sportrechte wackeln
© APA

Die ORF-Mitarbeiter müssen 2008 auf eine Erhöhung ihrer Löhne verzichten. Gestern wurden die Lohn-Verhandlungen zwischen dem Zentralbetriebsrat und ORF-Boss Alexander Wrabetz ergebnislos abgebrochen. Eine Nulllohnrunde würde dem ORF 2008 eine Einsparung von 10,5 Millionen Euro bringen und würden auch die Lohnausgaben in den Folgejahren deutlich bremsen, da die Berechnungsgrundlage nieder angesetzt wird.

Personal-Abbau
Gespart werden soll auch beim Personal selbst. In den kommenden drei Jahren sollen bis zu 250 Mitarbeiter – durch das Nichtnachbesetzen freiwerdender Stellen – abgebaut werden. Einsparungspotenzial 2009 bis zu 6,7 Millionen Euro, 2010 bis zu 13,5 Millionen Euro.

In Summe plant der ORF in den Jahren 2008 bis 2010 Einsparungen in der Höhe von bis zu 120 Millionen Euro.

Sparprogramm
Davon betroffen wären auch die Lizenzverträge mit Hollywood oder zu Sportgroßereignissen. Geplante Kostensenkungen bis 2010: sieben Millionen. Doch noch stehen keine konkreten Rechte wie zu den Olympischen Spielen oder der Fußball-WM zur Disposition. "Aber wenn wir die Rechte nicht bezahlen können, wird es keine Übertragungen geben“, macht eine ORF-Stimme deutlich.




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