22. August 2007 16:53

ProSiebenSat.1 

Management im Umbrauch, Sender im Aufbruch

Deutschland größte Sendergruppe, ProSiebenSat.1, baut das Management und poliert das Programm vobn Sat.1 auf.

Management im Umbrauch, Sender im Aufbruch
© Epa/Bernd Settnik

Größere Veränderungen stehen bei der ProSiebenSat.1 Median AG, Deutschlands größtem TV-Konzern, an. Nach der Übernahme der Senderkette SBS präsentierte ProSiebenSat.1 die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2007 und neue Strategien.

Peter Christmann, Vorstand Sales & Marketing der ProSiebenSat.1 AG und CEO der Vermarktungstochter SevenOne Media, zieht sich aus der letztgenannten Funktion zurück. Christmann soll künftig die internationale Vermarktung der gesamten Sender-Gruppe verantworten. Michael Krautwald, Sales-Chef von SevenOne Media, übernimmt die Geschäftsführung der Vermarktungstochter.

Jan Frouman leitet künftig für den Gesamtkonzern das Lizenzgeschäft, Gábor Kereszty verantwortet die Produktion der Gruppe, die möglicherweise auch verkauft wird. Der bisherige SBS-Manager Bart Becks übernimmt die Leitung der Sparte New Media & Innovation International.

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Im ersten Halbjahr 2007 steigerte ProSiebenSat.1 den Ebitda-Gewinn um 6,8 Prozent auf 240,8 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte auf 1,053 Milliarden Euro (plus 3,6 Prozent). Nach der Integration von SBS solle die Rendite der Sendergruppe deutlich steigen. Doch an Investitionen ins Programm soll nicht gespart werden, erklärt ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch am Mittwoch in München.

Mit neuen Formaten soll der Zuschauerschwund bei Sat.1 gestoppt werden, kündigt de Posch an. N24 soll zudem zum modernsten Nachrichtensender Europas gemacht werden.

"Die Integration der beiden Gruppen verläuft planmäßig", hieß es. Mit der Schaffung eines neuen Unternehmensbereichs "Group Content" will ProSiebenSat.1 die Entwicklung neuer Eigenproduktionen vorantreiben und Lizenzen für die Sender der Gruppe kaufen. Der neue TV-Riese erreicht nach eigenen Angaben 200 Millionen Fernsehzuschauer in 13 Ländern.




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