10. Dezember 2008 17:39

Peinliche Panne 

Max-Planck-Gesellschaft wirbt für laszive Mädchen

Panne bei dem Forschungsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft: Ein chinesischer Werbetext entpuppte sich als anzügliche Offerte.

Max-Planck-Gesellschaft wirbt für laszive Mädchen

Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) hat auf dem Titelbild ihres Forschungsmagazins versehentlich einen anzüglichen Text verbreitet. Es handle sich um altchinesische Schriftzeichen, die jedes für sich betrachtet völlig unverfänglich seien, erklärte die MPG-Sprecherin Christina Beck am Mittwoch. Erst in dieser Konstellation bekämen sie einen zweideutigen Inhalt, in dem es um die Anwerbung junger attraktiver Frauen gehe. Sie bestätigte damit einen Bericht von "Spiegel"-Online.

Werbung für Cancan-Truppe
Auf die peinliche Panne aufmerksam gemacht wurde die MPG von chinesischen Gastwissenschaftern. Im weitesten Sinne könne man die Schriftzeichen als Anwerbung für eine Cancan-Truppe interpretieren, sagte Beck. Eine Chinesin habe ihr erklärt, dass der Text den Leser bewusst in die Irre führe und zunächst in Sicherheit wiege.

Blumige Sprache
Das Titelbild sei für ein Schwerpunktheft China der Zeitschrift "MaxPlanckForschung" von einer Bildagentur angekauft worden. Man habe den zweideutigen Inhalt nicht gekannt, versicherte Beck. Auch bei der Prüfung durch eine Sinologin sei nichts aufgefallen. Die Sprache sei sehr blumig. Für einen Nichtmuttersprachler sei die Anzüglichkeit praktisch nicht zu erkennen, betonte Beck. Auch die Bildagentur habe nichts von der Bedeutung gewusst und biete den Text bereits seit zehn Jahren an, ohne dass etwas aufgefallen sei.

Die MPG entschuldige sich bei ihren chinesischen Gastwissenschaftern, entfernte das Bild aus dem Internet und überklebte die rund 5.500 noch nicht ausgegebenen Magazine. Insgesamt hat die "MaxPlanckForschung" eine deutsche Auflage von 55.000 Exemplaren.




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