07. November 2008 10:20

Print-Fusion 

Moser Holding übernimmt OÖ Rundschau

Die Tiroler Moser Holding übernimmt die "Oberösterreichische Rundschau" und startet zwei Gratis-Titel.

Moser Holding übernimmt OÖ Rundschau

Die "Oberösterreichischen Rundschau" wird durch die Moser Holding übernommen und umstrukturiert. Ab Jänner 2009 wird es jeweils am Donnerstag und am Sonntag zwei neue, voneinander unabhängig auftretende Kleinformat-Produkte geben, die beide kostenlos sein werden, teilte Hermann Petz, Aufsichtsratsvorsitzender der "Oberösterreichischen Rundschau" und zugleich Vorstandsvorsitzender der Moser Holding mit und kündigte auch gleichzeitig Kürzungen im Personalbereich an.

Zwei Unternehmen, die "Oberösterreichische Rundschau GmbH" und die "Print Wochenzeitung Verlag GmbH", werden ab 4. Jänner 2009 die "Rundschau am Sonntag" bzw. ab 8. Jänner 2009 die "Bezirksrundschau am Donnerstag" herausgeben.

Tiroler Modell für Oberösterreich
Die Rundschau am Sonntag werde dem Modell "TT am Sonntag", dem Sonntagsprodukt der "Tiroler Tageszeitung", folgen. Sowohl das Kleinformat als auch die redaktionelle Kooperation mit der "Kleinen Zeitung" (der "Leben"-Teil in der TT am Sonntag wird redaktionell von der "Kleinen Zeitung" übernommen) hätten sich in Tirol hervorragend bewährt. "Auch in Oberösterreich werden wir die Möglichkeit der redaktionellen Kooperation mit der 'Kleinen Zeitung' und der TT nützen", so Petz, der auch Kooperationen im Online-Bereich forcieren will.

Neben dem "Fokus auf Qualitätsjournalismus" will man am Sonntag mit sechs Regional-Mutationen (Linz, Mühlviertel, Innviertel, Salzkammergut/Vöcklabruck, Wels/Grieskirchen/Efferding, Steyr/Kirchdorf) auch einen regionalen Schwerpunkt setzten. Der Vertrieb wird in Ballungsräumen per Hauszustellung erfolgen, im übrigen Landesgebiet können sich die Leser flächendeckend und kostenlos aus Entnahmetaschen selbst bedienen.

Gratis und regional
Die "Bezirksrundschau am Donnerstag" nimmt sich das Konzept der Bezirksblätter zum Vorbild. "Die Bezirksblätter sind durchgehend eine Erfolgsstory, die nun in Oberösterreich fortgesetzt wird", so Petz. Jedoch wird das Kleinformat unter dem Namen "Bezirksrundschau am Donnerstag" titeln. Die "Rundschau am Donnerstag" wird in 15 Lokalmutationen erscheinen und gratis an jeden Haushalt in Oberösterreich ergehen. Bis Ende Dezember kommt die "Rundschau" noch in ihrer bisherigen Form heraus.

Beide Rundschau-Unternehmen werden neu strukturiert. "Um die beiden Produkte und Unternehmen wirtschaftlich erfolgreich führen zu können, müssen auch im Personalbereich die Strukturen effizienter gestaltet werden", so der Aufsichtsratsvorsitzende, der über die gesetzlichen Ansprüche hinausgehende freiwillige Abfertigungen ankündigte. Es werde ein "außerordentliches Sozialpaket geschnürt" und eine Arbeitsstiftung errichtet.




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