11. Dezember 2008 07:45

Stiftungsrat dafür 

Nur knappe Mehrheit fürs ORF-Budget 2009

Enge Abstimmung für ORF-Boss Alexander Wrabetz bei Sitzung des Stiftungsrates. Fürs Budget 2009 gab es eine knappe Mehrheit.

Nur knappe Mehrheit fürs ORF-Budget 2009
© AP

Enges Rennen um das ORF-Budget bei der Sitzung des Stiftungsrates: Mit knapper Mehrheit – 19 von insgesamt 35 Stimmen – segnete der ORF-Aufsichtsrat den Finanz- und Stellenplan 2009 ab, der unter anderem ein Defizit von 29 Millionen Euro vorsieht.

Der andere große Brocken auf der Agenda, die Abstimmung über das mittelfristige Struktur- und Strategiekonzept, wurde auf den 2. April des kommenden Jahres vertagt. Wrabetz zum Nachbessern aufgefordert. Verschoben ist auch der Verkauf der Rosenhügel-Studios.

Letzte Chance
Von den Stiftungsräten gab es klare Worte in Richtung des Sender-Chefs. Klaus Pekarek, Vorsitzender des Gremiums, sprach von einer „allerletzten Chance“, endlich ein Struktur- und Strategiekonzept „mit allen Details“ vorzuliegen. Unter anderem fordern die Stiftungsräte bis April eine endgültige Entscheidung darüber, ob der ORF auf dem Küniglberg bleibt oder einen neuen Standort sucht. Ist Zweiteres der Fall, soll die Wahl des künftigen ORF-Sitzes noch in der erst Jahreshälfte über die Bühne gehen.

Klares Signal
„Die Rute ist deutlich ins Fenster gestellt“ und der „Druck auf die ORF-Geschäftsführung, endlich konkrete Maßnahmen zu setzen, erhöht.“ So kommentiert der sonst zurückhaltende Caritas-Präsident Franz Küberl, der als unabhängiger Mandatar im ORF-Gremium sitzt, das Abstimmungsergebnis.

Lohnabschluss fix
Unmittelbar vor dem Stiftungsrats-Plenum einigte sich die ORF-Führung am frühen Morgen mit dem Betriebsrat auf eine Lohnerhöhung von 1,9 Prozent. Wichtige Voraussetzung für den Budgetbeschluss.




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