03. Oktober 2008 13:29

ORF-Programm 

ORF 1: Mehr Österreich-Charakter geplant

ORF-Programmklausur in Baden: mehr "österreichisches" soll ins Programm gerückt werden.

ORF 1: Mehr Österreich-Charakter geplant
© APA

"Mehr Österreich in ORF 1" lautete die Devise für die ORF-Programmklausur, zu der sich Donnerstag und Freitag die ORF-Geschäftsführung und Programmmacher in Baden bei Wien zusammengefunden haben. Offene Baustellen sind die Zeitzone vor der "ZiB 20" sowie der Hauptabend am Mittwoch und der Spätabend am Freitag. Für den Mittwoch plant der ORF eine österreichische Comedy-Strecke. Der Freitag soll ein Show- und Familienabend bleiben, an einem Konzept für den Sendeplatz nach der Show wird gearbeitet, sagte Kommunikationschef Pius Strobl auf APA-Anfrage.

ORF 1: Umbau im Samstaghauptabend
Auch der Samstagabend soll umgebaut werden: "Wir denken intensiv über Formate in Richtung Event-Shows für den Hauptabend nach - soweit das zu finanzieren ist", so Strobl. Das Magazin "Newton", das derzeit um 19.30 Uhr zu sehen ist, wird einem "sanften Relaunch" unterzogen und rückt im Sendeplatz nach vorne. Das Tiermagazin "Tierzuliebe", um das es in jüngster Zeit Einstellungs-Spekulationen gab, darf bleiben.

ORF 1 klarer zu positionieren
Ziel der Programmplanung ist es, ORF 1 klarer zu positionieren "und damit eine klare Orientierung in der unübersichtlichen Sendungsvielfalt zu erreichen", so Strobl. "Wir werden jeden verfügbaren Euro in Eigenproduktionen stecken und ORF 1 österreichischer und sehr klar jung positionieren."

ORF-Wahl-Konzept als Vorbild
Ein weiteres Ergebnis der Programmklausur: Die anlässlich der Nationalratswahl für ein junges Publikum konzipierte Informationssendung "Wahl 08" soll weiterentwickelt werden und "bei großen Themen, die die Jugend berühren" eingesetzt werden. Das Format sei bei der jungen Zielgruppe und vor allem bei Schulen auf großes Interesse gestoßen.

ORF-Krise: Offene Ideen
In Summe gebe es laut Strobl "mehr Ideen, als wir uns leisten können". Was von den neuen Programmideen schließlich leistbar sein wird, hänge nicht zuletzt von der internationalen Finanzkrise ab, die auch den öffentlich-rechtlichen Sender nicht unverschont lassen wird, glaubt der ORF-Kommunikationschef.




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