11. Dezember 2007 13:31

ORF-Finanzen 

ORF-Finanzausschuss vertagt Empfehlungen

Der Finanzausschuss des ORF-Stiftungsrates vertagt am Montag nach einer mehrstündigen Sitzung die Empfehlung zu Gebühren und Budget.

ORF-Finanzausschuss vertagt Empfehlungen
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Der Finanzausschuss des ORF-Stiftungsrats ist am Montag trotz einer fast siebenstündigen Verhandlung zu keiner Einigung in Sachen Gebührenerhöhung, Finanzplan und Budget gekommen. Eine entsprechende Empfehlung wurde auf Donnerstag verschoben, teilte der ORF der APA nach der Sitzung mit. Vor der Plenumssitzung des ORF-Stiftungsrats, die um 10.00 Uhr beginnt, wollen sich die Mitglieder des Finanzausschuss um 9.00 Uhr zu einer Sondersitzung am Küniglberg treffen, um dort eine Empfehlung zur finanziellen Zukunft des ORF abzugeben.

Angeregte Diskussion
Es habe im Finanzausschuss eine angeregte Diskussion gegeben, sagte der Vorsitzende des SPÖ-"Freundeskreis" Karl Krammer der APA. Ausgehend von der Logik, dass man über den Finanzplan nur auf der Basis eines Lohnabschlusses entscheiden kann und dass man in der Gebührenfrage einen gültigen mittelfristigen Finanzplan benötige, sei man darin übereingekommen, die Empfehlung auf Donnerstag zu vertagen.

Lohnverhandlungen laufen weiter
Bisher steht eine Einigung in der Gehaltsfrage aus. Am Mittwoch findet eine weitere Lohnverhandlungsrunde zwischen ORF-Geschäftsführung und Betriebsrat statt. Zentralbetriebsratsobmann Heinz Fiedler, der ebenfalls im Finanzausschuss vertreten ist, meinte gegenüber der APA, man sei im Ausschuss zu der Einsicht gekommen, dass man zunächst den Lohnverhandlungen eine Chance auf eine Einigung geben sollte, bevor man über das Budget entscheiden will. Sollte es am Mittwoch nicht zu einer Einigung kommen, werde der Betriebsrat den mittelfristigen Budgetplänen "voraussichtlich sicher nicht" zustimmen können.

Betriebsräte wollen Gebührenerhöhung
In Sachen Gebühren stehen die Belegschaftsvertreter freilich auf der Seite des Generaldirektors. "Ich hätte mir einen Antrag auf Gebührenerhöhung schon wesentlich früher erwartet", so Fiedler. Der Betriebsrat darf in dieser Frage im Stiftungsrat allerdings nicht mitstimmen.




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